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Bayerischer Großhandel beharrt auf Euro Combi


24.10.2007
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Die Empfehlung der Landesverkehrsministerkonferenz, innovativen Nutzfahrzeugkonzepten die Zulassung zu verwehren, ist aus der Sicht des LGAD Bayern verkehrspolitisch fatal.
 

Es ist sehr bedauerlich, dass die Landesverkehrsminister den Horrorszenenarien der Euro Combi-Kritiker aufgesessen sind. Es stellt sich jetzt die Frage, wie angesichts eines gigantischen Güterverkehrswachstums der Verkehrsträger Straße entlastet werden soll, wenn man auf einen aus volkswirtschaftlichen, ökologischen und verkehrtechnisch sinnvollen Lösungsansatz verzichten will.

Studien der Bundesanstalt für Straßenwesen sowie jüngste, auf dem niedersächsischen Praxistest beruhende Studien der Leibniz-Universität Hannover belegen deutlich die Vorteile gegenüber herkömmlichen Lkw für Umwelt, Sicherheit und Infrastruktur.

Es ist wieder einmal bezeichnend, dass bei unseren Nachbarn Herausforderungen angenommen und gezielte Umsetzungsschritte eingeleitet werden, während bei uns in Deutschland, die Bedenkenträger den Ton angeben. Die Skandinavier zum Beispiel fahren den Euro Combi seit nunmehr 40 Jahren, die Niederländer lassen den Euro Combi ab November 2007 zu, die Dänen planen einen Modellversuch im kommenden Jahr und auch in Frankreich und Großbritannien zeigt man deutliches Interesse an diesen Fahrzeugkombinationen.

Bahn und Binnenschiff stoßen bereits heute an die Grenzen ihrer Kapazität. Ein Großteil der Güter – annähernd 80 Prozent – muss schon jetzt mit dem Lkw transportiert werden. Das heißt, mit dem Nein der Landesverkehrsminister zur Optimierung des Verkehrsträgers Straße, ist der Kollaps auf deutschen Autobahnen vorprogrammiert. „Bis zum heutigen Tage haben die Kritiker des Euro Combi weder plausible Gegenargumente noch verwertbare Alternativszenarien geliefert “, so der LGAD-Präsident, Professor Dr. Dr. h.c. mult Erich Greipl.

Der „europäische“ Trend zum Euro Combi ist nach wie vor ungebrochen. Der bayerische Groß- und Außenhandel blickt deshalb mit Spannung nach Brüssel, wo im Sommer 2008 eine Entscheidung zur europaweiten Zulassung der Fahrzeuge fallen soll. In der Zwischenzeit wird sich der LGAD weiterhin mit Nachdruck für gangbare Lösungen zur Bewältigung des Güterverkehrswachstums einsetzen.