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Groß- und Außenhandel bietet jungen Menschen gute Karrierechancen: Berufsberater informierten sich vor Ort


11.02.2009
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Ob Kaufleute im Groß- und Außenhandel oder die Lagerberufe Fachkraft für Lagerlogistik und Fachlagerist/in – die Berufsbilder im Groß- und Außenhandel sind spannend und vielseitig. Auf Einladung des Landesverbandes Groß- und Außenhandel, Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e. V. (LGAD) haben sich Berufsberater der Arbeitsagentur München davon bei der Wilhelm Gienger München KG in Markt Schwaben ein eigenes Bild gemacht. Das Großhandelsunternehmen im Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsmarkt bildet schon seit Jahren überproportional stark aus und weist derzeit eine Ausbildungsquote von über 18% auf.
 

„Die Händler, die ihre Waren im Großhandel beziehen, erwarten immer mehr Schnelligkeit, kompetente Beratung und Service“, erklärte Frank Hurtmanns, Vizepräsident des LGAD und Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses, im Rahmen der Informationsveranstaltung. Kein Wunder also, dass die Ansprüche an die Auszubildenden in dieser Branche wachsen. Hurtmanns über die neuen Herausforderungen: „Die Waren müssen immer schneller von A nach B kommen. Die Logistik, die diese Prozesse überhaupt erst möglich macht, wird anspruchsvoller. Die Lagerflächen werden immer kleiner.“ Auch die globale Vernetzung im Handel mache sich immer stärker im Alltag vieler der im Landesverband organisierten Unternehmen bemerkbar. Das Niveau der heutigen Versorgung mit einem weltweiten Warensortiment könne daher nur mit einem profunden Produkt-Know-how und den weltweiten Beziehungen der Unternehmen gehalten werden. Dazu bedürfe es gut ausgebildeter Fachkräfte, deren Berufsperspektive, so Hurtmanns, jedenfalls langfristig sehr gut sei.

Fuß fassen im Groß- und Außenhandel kann, wer vor allem eine gute Sozialkompetenz mitbringt, denn sie ist Voraussetzung für die Arbeit im Team sowie für die Kontaktpflege zu Lieferanten und Kunden. Außerdem sind interkulturelle Kompetenz, Fremdsprachen und IT-Kenntnisse von Vorteil. Mit der Weiterbildung zum Fachwirt bietet der Groß- und Außenhandel auch Abiturienten eine attraktive Alternative zum Studium.

Gerade vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden Fachkräftemangels sieht Frank Hurtmanns die Rekrutierung von Nachwuchskräften als eine der wichtigsten Aufgaben des Verbandes an. Deshalb will der LGAD in Zukunft verstärkt auf Ausbildungsmessen werben und auch in anderen Teilen Bayerns Informationsveranstaltungen wie diese folgen lassen.

Der Handel insgesamt zählt zu den wichtigsten Ausbildungsbereichen in Deutschland. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt eindeutig, dass die Branche Entscheidendes für das Gelingen des Ausbildungspaktes, der bislang in jedem Jahr seine Ziele erreicht hat, geleistet hat. Zum Groß- und Außenhandel gehören Bayern weit insgesamt rund 20.000 Unternehmen mit ca. 220.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 100 Milliarden Euro.