LGAD-Mitgliedsunternehmen verspüren Aufwind - Betriebe leiden aber weiterhin unter Preisdruck20.01.2011 |
(München, 20.01.2011) Die Stimmung in den Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels hat sich zum zweiten Mal infolge verbessert. Das ist das Ergebnis der halbjährlichen Mitgliederumfrage des Branchenverbandes LGAD.
Insgesamt gab es in den meisten Unternehmen spürbare Umsatzzuwächse und einen Anstieg der Beschäftigungszahl. Während sich bei der letzten Umfrage nur rund 26 Prozent der befragten Unternehmen mit den Gewinnen zufrieden zeigten, sind es in der aktuellen Umfrage rund 34 Prozent der Betriebe.
Die deutlichsten Zuwächse gab es bei den überwiegend im Außenhandel aktiven Unternehmen. Gegenüber der letzten Umfrage von August 2010 stieg die Zahl der Unternehmen, die mit ihren Gewinne als sehr gut und gut einschätzten von 12,5 Prozent auf jetzt 50 Prozent. LGAD-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Erich Greipl warnt dennoch vor Euphorie: „Man sieht, dass vor allem der im zweiten Halbjahr der Export und mit ihm der Import wieder zu einer starken Dynamik zurückgefunden haben. Dabei handelt sich auch um Aufholeffekte nach der Finanzkrise des vorletzten Jahres. Betrachtet man den Groß- und Außenhandel in der gesamten Breite, so kommt für die meisten Unternehmen unter dem Strich vom Aufschwung weniger an als erhofft. Dabei erweisen sich steigende Energie- und Rohstoffkosten als Unsicherheitsfaktor für die nächsten Monate.“
Durchwegs optimistisch fällt auch der Ausblick auf die kommenden sechs Monate aus: 65 Prozent der Unternehmen beurteilen ihre Umsatzerwartungen positiv. Nur 29 Prozent der Unternehmen rechnen jedoch mit höheren Gewinnen. Der Preisdruck bleibt für die Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels also nach wie vor ein großes Thema. Zu den häufigstgenannten Problemen gehören auch nach wie vor die Zahlungsmoral – neben den Dauerthemen Bürokratie und Nebenkosten.
Die insgesamt positive Stimmung spiegelt sich auch auf den Personalplänen wider. Die LGAD-Mitgliedsunter-nehmen haben dreimal so viel Mitarbeiter eingestellt wie noch vor einem halben Jahr. Zudem wollen fast alle Betriebe auch weiterhin die Mitarbeiterzahl stabil halten. 27 Prozent der Unternehmen haben seit der letzten Umfrage neues Personal eingestellt. Vollständig erledigt hat sich das Thema Kurzarbeit. Bei der letzten Umfrage im August 2010 haben noch 21 Prozent der Unternehmen das arbeitsmarktpolitische Instrument in Anspruch genommen. Nach wie vor positiv ist die hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen. Insgesamt 89 Prozent der Betriebe halten an der Zahl der Lehrlinge fest oder schaffen sogar zusätzliche Ausbildungsplätze. Das ist eine Steigerung um nochmals 5 Prozentpunkte gegenüber der Sommerumfrage.
Mit rund 240.000 Beschäftigten bayernweit gehören die vielfach mittelständisch geprägten Unternehmen des Groß- und Außenhandels zu den bedeutendsten Arbeitgebern im Freistaat.
Ansprechpartner:
Joachim Schwichtenberg, LGAD-Pressesprecher, Tel. 089/55178-387,
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