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Peter Löscher übernimmt Vorsitz im Asien-Pazifik-Ausschuss


16.07.2010
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Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG, hat Anfang Juli 2010, als Nachfolger von Dr. Jürgen Hambrecht, dem Vorsitzenden des Vorstands der BASF SE, den Vorsitz im Asien-Pazifik-Ausschuss (APA) der Deutschen Wirtschaft übernommen.
Hambrecht führte den APA seit Juli 2006 und hat die Position des APA als Sprachrohr der deutschen Wirtschaft im Dialog mit Regierungen in Asien und im Zusammenspiel mit der Bundesregierung ausgebaut und gefestigt.

Deutsche Technologie trägt zur Lösung der Heraus-forderungen in der Region bei
Der Asien-Pazifik-Ausschuss ist das Sprachrohr der deutschen Asienwirtschaft gegenüber der Politik in Deutschland und in den asiatischen Partnerländern und ein Gremium zur Formulierung und Diskussion asienbezogener wirtschaftspolitischer Interessen. Ziel der Arbeit des APA ist die Intensivierung und inhaltliche Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Ländern der Asien-Pazifik-Region und die Förderung von Handel und Investitionen in beide Richtungen. Strategisches Leitbild in Zeiten wachsender weltwirtschaftlicher Herausforderungen und steigender wirtschaftlicher Bedeutung der asiatisch-pazifischen Län-der ist es dabei, mit Asien den Wandel zu gestalten, dies mit den Eckpunkten „Partnerschaft, Innovation, Nachhaltigkeit“.

Als Gemeinschaftsinitiative der Trägerverbände Bankenverband, BDI, BGA, DIHK und OAV bündelt der APA wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Anliegen der deutschen Wirtschaft mit Interessen in der Region. Er wird getragen von den Kompetenzen der einzelnen Organisationen und ihrer Mitgliedsunternehmen. Die deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) in Asien-Pazifik garantieren die Einbindung der unternehmerischen Erfahrungen vor Ort. Das gemeinsame Auftreten sichert dabei eine wirkungsvolle Vertretung von Unternehmensinteressen gegenüber der Politik und bietet asiatischen Gesprächspartnern eine Plattform. Der APA unterstützt auch eine Profilierung des Deutschlandbildes in Asien und flankiert so die Arbeit des deutschen Standortmarketings in der Region.

„Mit Asien verbindet uns eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Der anhaltende wirtschaftliche Aufstieg Asiens bedeutet eine große Chance, nicht nur für deutsche Firmen, die in der Region engagiert sind, sondern auch für den Standort Deutschland“, so Hambrecht. Entscheidend dafür sei es, bei Innovationen auch in Zukunft führend zu sein und Bildung, Wissenschaft und Forschung in Deutschland oberste Priorität einzuräumen.

„Über Peter Löschers Zusage, den APA-Vorsitz zu übernehmen, habe ich mich sehr gefreut. Mit ihm übernimmt ein ausgewiesener Asien-Kenner eines global gut aufgestellten Unternehmens das Ruder im APA“, betont Hambrecht. Der neue APA-Vorsitzende Löscher kündigt an, auf Kontinuität zu setzen: „Die bisherigen Schwerpunkte der APA-Arbeit sind nach wie vor hoch aktuell. Partnerschaft, Innovation und Nachhaltigkeit werden zentrale Orientierungspunkte unserer Tätigkeit bleiben.“

Die asiatisch-pazifische Region festigt ihre Rolle als Konjunkturtreiber der Weltwirtschaft
Asien ist eine Schlüsselregion für die deutsche Wirtschaft. Zwischen 2006 und 2009 sind die deutschen Exporte nach Asien um knapp sechs Prozent gestiegen, während die deutsche Wirtschaft rezessionsbedingt einen Einbruch um zehn Prozent in den Gesamtexporten verkraften musste. Am meisten profitieren deutsche Firmen von der Dynamik in China: Die Exporte nach China stiegen in dieser Zeit um ein Drittel auf 36,5 Milliarden Euro. Der Anteil deutscher Exporte nach Asien im Verhältnis zu den deutschen Ge-samtexporten ist mit rund elf Prozent nach wie vor ausbaufähig.

Die große Bedeutung des asiatischen Wirtschaftsraums für die deutsche Wirtschaft zeigte sich zuletzt auch bei der im Mai stattgefundenen 12. Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft in Singapur. An der Konferenz mit mehr als 750 deutschen und erstmalig auch asiatischen Wirtschaftsvertretern nahmen acht Wirtschaftsminister der ASEAN-Region teil. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Potenziale für deutsche Unternehmen in der weltweit wichtigsten Wachstumsregion. Die Diskussionen machten aber auch ein gestiegenes Selbstbewusstsein Asiens deutlich. Zunehmend werden Hochtechnologien von asiatischen Unternehmen in dieser Region selbst entwickelt. Daraus ergeben sich wiederum vielfältige Möglichkeiten einer intensiven Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich Deutschland seine langfristige Innovationskraft erhält. Von den teilnehmenden Wirtschaftsvertretern wurde daher gefordert, die Qualität von Bildung und Forschung in Deutschland deutlich zu steigern sowie Unternehmen steuerliche Anreize für eine Intensivierung der Forschung und Entwicklung zu bieten.