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Preise & Kosten - Ruhiges Jahr


21.01.2010
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Trotz wieder anziehender Rohstoffpreise wird die Teuerungsrate in den großen europäischen Volkswirtschaften in diesem Jahr deutlich weniger als 2 Prozent betragen. Deutschland liegt mit 1,0 Prozent am unteren Ende des Prognosespektrums.
Die Verbraucherpreise sind hierzulande 2009 nur um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Das war die niedrigste Inflationsrate seit der Wiedervereinigung. Nur im Jahr 1999 hatte die Teuerung mit 0,6 Prozent ebenfalls unter 1 Prozent gelegen. Dass die Preise zuletzt nahezu stabil blieben, ist zum einen auf die im Zuge der Rezession gesunkene Güternachfrage zurückzuführen, die die Preiserhöhungsspielräume der Unternehmen eng begrenzt hat. Zum anderen sind die Rohstoffpreise eingebrochen. Im Jahresschnitt 2009 lag z.B. der Ölpreis bei gut 60 Dollar je Barrel – 2008 waren es dagegen fast 100 Dollar. Folglich wurden Kraftstoffe und Heizöl für die Konsumenten billiger.

In jüngster Zeit haben die Rohstoffpreise zwar wieder deutlich angezogen. In der ersten Januarhälfte kostete das Barrel Rohöl etwa 80 Dollar – fast doppelt so viel wie im Januar 2009. Dennoch dürften auch 2010 in großen Teilen der EU keine teuren Zeiten anbrechen – die nach wie vor schwache Konjunktur gibt größeren Preissteigerungen keine Chance. Folglich wird eine Teuerungsrate von 2 Prozent, ab der die Europäische Zentralbank von Inflation spricht, wohl nirgendwo erreicht. Für die großen Euroländer liegen die Prognosen zwischen 1,0 und 1,6 Prozent. In Frankreich etwa werden sich die Verbraucherpreise um 1,2 Prozent erhöhen, in Deutschland sogar nur um 1,0 Prozent.

Eine deutlich stärkere Teuerung wird für die USA mit 2,2 Prozent und für Großbritannien mit 2,4 Prozent erwartet. Ganz anders sieht es in Japan aus: Dort verbilligt sich der durchschnittliche Warenkorb erneut – und zwar um 1 Prozent.
(Quelle: iwd -Aktuell, Köln)