Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel weiter ergebnislos05.06.2009 |
Ohne Einigung endete heute in München die dritte Runde in den Tarifverhandlungen für die 240.000 Beschäftigten des bayerischen Groß- und Außenhandels.
Der Landesverband Groß- und Außenhandel auf Arbeitgeberseite hatte bei der vergangenen Tarifrunde ein Angebot vorgelegt, das eine nichttabellenwirksame Einmalzahlung für die ersten zwölf Monate der Laufzeit von 1% der Lohnsumme vorsieht. Des Weiteren ist für den Zeitraum vom 1. April 2010 bis zum 31. März 2011 eine tabellenwirksame Anhebung der Löhne und Gehälter um 1% vorgesehen.
Vor dem Hintergrund der unverändert starken Auftragseinbußen in den Betrieben sieht das Angebot vor, dass bei Vorliegen dringender betrieblicher Gründe die Entgelterhöhungen für die Dauer von 24 Monaten verschoben werden oder komplett entfallen können. Auch sieht das Angebot die Möglichkeit vor, die Wochenarbeitszeit bei gleichzeitiger Minderung des Arbeitsentgelts zu senken.
LGAD-Tarifverhandlungsführer Christoph Leicher sagte in diesem Zusammenhang: "Viele Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels befinden sich in einer schwierigen Phase. In dieser dritten Runde sind die von der Gewerkschaft ver.di formulierten Forderungen weit von dem entfernt, was vor dem Hintergrund der Sicherung von Arbeitsplätzen in dieser für alle Beteiligten schwierigen Situation verantwortbar ist".
Die Tarifverhandlungen werden am 26. Juni in München fortgesetzt.


