vbw fordert deutlich mehr Investitionen in das Verkehrsnetz12.01.2012 |
Auf einer Veranstaltung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zur Zukunft der Schiene im Freistaat forderte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt mehr Investitionen in die bayerische Infrastruktur:
„Als Exportland und Flächenstaat mitten in Europa ist Bayern auf ein hoch leistungsfähiges Verkehrsnetz angewiesen. Wir müssen unsere Land-, Luft- und Wasserwege erhalten und bedarfsgerecht ausbauen, denn ein starker Wirtschaftsstandort braucht eine starke Verkehrsinfrastruktur. Sie ist die Basis für künftiges Wachstum.“
Laut Brossardt gilt es, erhebliche Engpässe und Mängel an Bayerns Straßen, Brücken und Schienen rasch zu beseitigen. Der vbw Hauptgeschäftsführer wies zudem darauf hin, dass die jetzige Verkehrsinfrastruktur nicht auf den Bedarf der Zukunft zugeschnitten ist: „Nach der aktuellen Prognose für Bayern wird der Personenverkehr bis 2025 um mehr als 20 Prozent und der Güterverkehr sogar um mehr als 50 Prozent zunehmen. Um einen Infarkt zu verhindern, muss das höhere Verkehrsaufkommen durch einen präzisen Ausbau und ein besseres Zusammenwirken der Verkehrsträger begleitet werden. Hier müssen Bund und Freistaat langfristig einen sehr viel größeren finanziellen Aufwand einplanen, als das derzeit der Fall ist.“
Ein Schwerpunkt der Investitionen muss nach den Worten Brossardts bei der Anbindung inländischer Verkehrsachsen an internationale Verkehrswege liegen. Der Schiene kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: „Ein Großteil des Verkehrswachstums bis 2025 entfällt auf die Schiene. Gerade in diesem Bereich haben sich in den letzten Jahren aber viele Projekte verzögert. Wir müssen dringend Hochgeschwindigkeitsverbindungen verbessern, Engstellen in Ballungsräumen beseitigen und die Verkehrsverbindungen im ländlichen Raum optimieren.“
Zu den aktuellen Verzögerungen bei der Planung des Brenner-Basis-Tunnels erklärte Brossardt: „Einen weiteren Aufschub beim Brenner-Basis-Tunnel können wir uns nicht leisten. Wir erwarten, dass Österreich seinen Zusagen nachkommt und in den kommenden Wochen das Abkommen mit Deutschland über die Zulaufstrecken zum Basistunnel unterzeichnet.“



