Wirtschaftliche Lage im Januar: Konjunktur auf Erholungskurs26.01.2010 |
Die Stabilisierung der deutschen Wirtschaftsleistung ist seit dem 2. Quartal 2009 wieder ansteigend. Aufgrund des starken Einbruchs der Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr 2008/09 sank das reale Bruttoinlandsprodukt, im Vorjahresvergleich, jedoch um 5 Prozent. Zu dieser Einschätzung zur gesamtwirtschaftlichen Lage im Januar 2010 in Deutschland kam das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Wie in den Vorquartalen stützt vor allem das Auslandsgeschäft die weiter aufwärtsgerichtete Wirtschaftsleistung. So konnten die Warenausfuhren im November um 1,6 Prozent zulegen. Im Dreimonatsvergleich betrug der Anstieg sogar 4,1 Prozent. Vor dem Hintergrund der andauernden Wirtschaftskrise, zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin stabil. So kam es im November zu einem leichten Beschäftigungsrückgang von 18.000 Personen. Die Zahl der Erwerbstätigen ging im Jahr 2009 um 218.000 auf 40,58 Millionen zurück. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Arbeitslosen, in Anbetracht der Wirtschaftskrise, um moderate 173.000 auf 3,276 Millionen. Zu dieser Entwicklung trugen besonders die Regelungen zur Kurzarbeit sowie die zur Arbeitszeitflexibilität bei. Für 2009 ergab sich damit im Jahresdurchschnitt eine Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent. Die Verbraucherpreise zogen im 3. Quartal 2009 wieder leicht an und lagen im Dezember 0,9 Prozent über ihrem Vorjahresniveau. Zu dieser Entwicklung trugen die wieder deutlich steigenden Energiepreise maßgeblich bei.
Die von der Außenwirtschaft getragenen, deutlich angestiegenen Konjunkturaussichten geben weiterhin Grund zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Zugleich bestehen ernst zu nehmende Risiken, die einen weiteren Konjunk-turanstieg belasten können, so die Bewertung des BGA. Zu nennen sind hier insbesondere die weiterhin starke Unterauslastung der Kapazitäten und die Risiken die vom Arbeitsmarkt ausgehen. Vor diesem Hintergrund unterstützen der BGA und der LGAD die Bundesregierung ausdrücklich darin, die Beschäftigung in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen.


