Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Klauen statt Kaufen: Ladendiebstähle machen dem Einzelhandel Sorgen

14.08.2017

Brutale Ladendiebe und professionelle Banden, die auf Bestellung klauen, machen dem Handel große Sorgen.

Trotz rückläufiger Statistiken ist die Zahl der Ladendiebstähle im bayerischen Einzelhandel weiterhin auf sehr hohem Niveau. Laut dem Bayerischen Landeskriminalamt sind 2016 insgesamt 35.148 Ladendiebstähle bei der Polizei angezeigt worden Dies sind 5,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Wie der Geschäftsführer unseres Partnerverbandes des Handelsverbandes Bayern (HBE), Bernd Ohlmann, sagte, sei der Rückgang jedoch kein Grund zur Entwarnung. Ohlmann: „Die Zahlen sind nur die Spitze des Eisberges, denn die Dunkelziffer liegt bei über 90 Prozent. Nur einer von zehn Dieben wird bei seiner Tat überhaupt erwischt und angezeigt.“ Unehrliche Kunden haben im vergangenen Jahr in Bayern laut dem HBE Waren im Wert von knapp 340 Millionen Euro mitgehen lassen. Ohlmann: „In den Geschäften wird alles gestohlen, was bei Drei nicht auf dem Baum ist. Wir brauchen eine konsequentere Bestrafung von Ladendieben.“

Große Sorgen macht dem Handel der andauernde Zuwachs bei schwerem Ladendiebstahl. Ohlmann: „Der Schaden, insbesondere durch osteuropäische Banden, steigt immer weiter. Diese professionellen Täter gehen in straff organisierten Gruppen mit gezielter Aufgaben-teilung und hoher Brutalität vor.“ Der HBE schätzt, dass in Bayern mindestens 25 Prozent aller Ladendiebstähle durch organisierte Kriminalität verursacht werden. Ohlmann: „Die geklaute Ware wird heutzutage schnell und bequem mit hoher Rendite über das Internet verkauft.“

Bei Ladendieben am beliebtesten sind teure und leicht verstaubare Artikel. In Lebensmittelgeschäften und Drogerien werden besonders Rasierklingen, Parfüm, Tabakwaren und Kosmetik gestohlen. Im Elektronikhandel verschwinden vor allem CDs, Konsolenspiele und DVDs. In Modegeschäften lassen Langfinger insbesondere Jeans und Dessous mitgehen.


Quelle: HBE Pressemitteilung 14.08.2017