Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Unterstützung für die deutsche Wirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern

16.03.2018

Die Kooperation mit der Wirtschaft wird in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit immer wichtiger.

In den strategischen Planungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem „Marshallplan mit Afrika“ aber auch mit Entwicklungs- und Schwellenländern anderer Kontinente, werden die Mobilisierung und Stärkung privater Investitionen als unverzichtbarer Baustein zu Erreichung der Entwicklungsziele, der Sustainable Development Goals (SDG), angesehen.

Der deutsche Mittelständler fühlt sich insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern in Afrika nur sehr unzureichend informiert, um den nächsten Schritt zu gehen. Dabei bieten gerade die Netzwerke und Strukturen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit viele Anknüpfungspunkte. Diese sind ihm aber vielfach nicht bekannt und die Nutzung von Förder- und Kooperationsprogrammen ist oftmals nicht so einfach zu verstehen.

Über neue Business & Cooperation Desks in ausgewählten Ländern soll sich dies nun aber ändern.
Das Programm Global Business Network (GBN) etabliert im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verschiedene Business & Cooperation Desks in den afrikanischen Ländern Äthiopien, Ruanda, Uganda und Namibia sowie in Kambodscha in Asien. Weitere Länder in Planung sind die Elfenbeinküste und die Mongolei, für welche die Zustimmung des BMZ noch aussteht. Die Business & Cooperation Desks sind in die Strukturen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit vor Ort integriert. Umgesetzt wird das Global-Business-Network-Programm von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, in enger Kooperation mit dem DIHK.

Darüber hinaus sind seit 2017 die German Desks – Financial Support and Solutions (GD-FSS) operativ, die die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG), eine Tochtergesellschaft der KfW-Bankengruppe, in Peru, Kenia, Nigeria und Indonesien eröffnet hat. Mit diesem Desk wird angestrebt, eine Finanzierungslücke zu schließen, die u.a. im Rahmen der weltweiten Verkleinerung des Korrespondenzbankennetzes vieler Kreditinstitute aufgrund der strengeren Bankenregulierung entstanden ist.
Die DEG stellt mit diesem innovativen Produkt, zusammen mit ausgewählten Partnerbanken und dem Netzwerk der Auslandshandelskammern, mittelständischen deutschen Unternehmen und ihren lokalen Handelspartnern eine neue Anlaufstelle zur Verfügung, um allgemeine Bankdienstleistungen und Beratung für deutsche Unternehmen sowie Finanzierungslösungen für lokale Käufer von deutschen Anlagen zu erbringen.
Das Leistungsspektrum reicht von der Kontoeinrichtung über Dienstleistungen für Handelsfinanzierungen und Transaction Banking bis zu Kreditlinien oder Investitionsfinanzierungen für lokale Unternehmen. Für 2018 ist
geplant, einen weiteren German Desk-FSS in Bangladesch zu eröffnen.

Die Aufgabe der DEG ist es, privatwirtschaftliche Strukturen in Entwicklungs- und Schwellenländern durch langfristige Projekt- und Unternehmensfinanzierungen zu fördern, um dadurch die Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum und eine dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen zu schaffen.


Quelle: BGA, Direkt aus Berlin, 16.03.2018

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