Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Deutsche Wirtschaft stößt an ihre Kapazitätsgrenzen - Starker Außenhandel

15.05.2018

„Die deutsche Wirtschaft stößt an ihre Kapazitätsgrenzen. Das abgeschwächte Wachstum von 0,3 Prozent im ersten Quartal ist zwar kein Anlass, den Kopf in den Sand zu stecken, allerdings wäre es dringend an der Zeit, die Wachstumskräfte wieder zu stärken", erklärt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann heute in Berlin zum Wirtschaftswachstum im ersten Quartal.

"Dazu muss die Große Koalition jedoch ihre Prioritätenliste ändern und stärker Wachstumshemmnisse beseitigen. Unter den bestehenden Bedingungen ist das hohe Tempo der vergangenen beiden Jahre nicht zu halten. Es macht sich deutlich bemerkbar, dass der seit 2005 anhaltende wirtschaftliche Aufschwung – nur unterbrochen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/09 – zu nachlassendem politischen Reformwillen geführt hat. Dringende Strukturreformen, etwa im Steuerrecht, werden aufgeschoben und immer neue bürokratische Lasten binden die Wachstumskräfte. Hinzu kommen der Mangel an Fachkräften sowie die Verunsicherung durch zunehmende handelspolitische Konflikte und dem nahenden Brexit. Die Politik in Deutschland ist aufgerufen, die Signale aus den USA, Großbritannien oder Frankreich aufzunehmen und proaktiv den Gestaltungsspielraum hierzulande zu verbessern. Sonst verpassen wir ganz schnell den Anschluss“, so Bingmann abschließend.

BGA: Starker Außenhandel mit der EU kompensiert Schwäche auf Drittmärkten

„Die deutschen Unternehmen schlagen sich weiterhin wacker auf den internationalen Märkten. Trotz eines schwachen Märzergebnisses steht nach dem ersten Quartal ein Plus von fast drei Prozent in den Büchern. Der Außenhandel ist damit nach wie vor Motor der deutschen Wirtschaft.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Februar 2018 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 116,1 Milliarden Euro exportiert und damit im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent weniger. Mit einem Warenwert von 90,9 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe zurückgegangen, im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 25,2 Milliarden Euro ab.

„Trotz positiver Zahlen sehen wir aber auch schon die ersten Auswirkungen der globalen Störfeuer und Unsicherheiten. Nicht nur ist der Handel mit Großbritannien bedeutend gesunken, auch der Warenaustausch mit den USA ist um einiges zurückgegangen. Die EU-Mitgliedsstaaten hingegen haben sich einmal mehr als wichtigster Partner erwiesen. Dies unterstreicht erneut die Bedeutung der EU für Deutschland. Angesichts des immer näher rückenden Brexits, der politischen Hängepartie in Italien und den globalen Spannungen in der Handelspolitik gilt es sicherzustellen, dass die EU auf sicheren Beinen steht. Nur gemeinsam haben wir genügend Gewicht, um die momentanen Unberechenbarkeiten zu bewältigen“, so Bingmann abschließend.


Quelle: BGA Pressemitteilungen, Berlin, 8. un 15. Mai 2018
Ansprechpartner:
André Schwarz
Pressesprecher
Bundesverband Großhandel,
Außenhandel, Dienstleistungen e.V.
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Telefon: 030/ 59 00 99 520
Telefax: 030/ 59 00 99 529