Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Neue US-Strafzöllen gegen China

23.08.2018

Es ist die zweite Tranche von Strafzöllen gegen China, mit denen die USA im Alleingang gegen das internationale Handelsrecht verstoßen. Sie betrifft knapp 280 Produkte und reicht von Chemikalien bis hin zu Kunststofferzeugnissen.

Unsere beiden Dachverbände, der BGA in Berlin sowie die vbw in München, haben sich aktuell dazu geäußert.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., sieht in den von den USA erneut verhängten Strafzöllen gegen China in Höhe von 25 Prozent auf Waren im Wert von rund 16 Milliarden Dollar (13,86 Mrd. Euro) eine weitere Bedrohung des freien Welthandels: "Die Strafzölle der USA gegen China bleiben angesichts eng verflochtener globaler Wertschöpfungsketten nicht ohne Folgen für andere Weltregionen, auch für Deutschland und Bayern. Betroffen sind deutsche Firmen, die in China oder den USA produzieren und in das jeweilige andere Land exportieren. Das zeigt einmal mehr: Ein Handelskrieg kennt nur Verlierer“.

Peking drohte mit Vergeltungszöllen auf US-Waren in gleicher Höhe. Die Volksrepublik will auch eine Klage gegen die Strafzölle bei der WTO einreichen. „

„Bei dem Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt sind wir keine unbeteiligten Zuschauer, sondern mittendrin. Die erneute Welle von Zusatzzöllen wird nicht nur Unternehmen in China und den USA schaden, sondern stellt eine Bedrohung für die Weltkonjunktur dar. Infolge der fortgeschrittenen, internationalen Arbeitsteilung hat der Disput das Potential, sich disruptiv auf Lieferketten in der ganzen Welt auszuwirken.“ Dies sagte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

„Wir appellieren an die Beteiligten, den Handelskonflikt beizulegen, um den Schaden nicht weiter zu vergrößern. Klar ist, dass China deutlich mehr machen muss, um das geistige Eigentum ausländischer Unternehmen zu schützen. Dieses Problem muss auch im Sinne deutscher Unternehmen durch die internationale Gemeinschaft gelöst werden. Einseitig verhängte Zusatzzölle sind eindeutig der falsche Weg, um solche Ziele zu erreichen. Insbesondere, da sich ein solches Vorgehen schnell auch wieder gegen deutsche Firmen direkt richten kann. Zwar ruht aktuell der Handelsdisput zwischen den USA und der EU, aber die Bedrohung durch US-Zusatzzölle auf Autos und Autoteile ist noch nicht komplett vom Tisch, so Bingmann abschließend.

Quelle: vbw-Pressemitteilung, 23.08.2018 und BGA Pressemitteilung Nr. 25.

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