01.12.2018
BGA-Präsident, Dr. Holger Bingmann, äußerte sich angesichts der spärlichen Ergebnisse zum G20-Gipfel.
„Angesichts der Vielzahl der globalen Herausforderungen und des Vormarsches nationaler Egoismen ist es sicher schon ein Erfolg, dass sich alle Teilnehmer auf ein Abschlussdokument einigen konnten. Mit Blick auf die Herkulesaufgaben bei Handel, Migration oder Klimawandel können wir damit aber nicht zufrieden sein.
Und erneut müssen wir Europäer uns an der eigenen Nase greifen, denn wir müssen dringend als EU international mehr Verantwortung übernehmen und eine Führungsrolle ergreifen, um ein Gegengewicht zu bilden und die Willigen zu einigen, die gemeinsam diese dicken Bretter anzugehen bereit sind.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zum Abschluss des G20-Gipfels in Buenos Aires.
„Hoffnungsvoll stimmt das Einvernehmen, die Reform der Welthandelsorganisation zum Erfolg führen zu wollen. Denn die WTO ist und bleibt die einzige Institution, mittels der internationale Handelsstreitigkeiten beigelegt werden können. Am Ende unterstreicht auch der G20-Gipfel in Buenos Aires, wie wichtig diese Gesprächsformate sind, denn sie sind noch die Plattformen, auf denen die maßgeblichen Akteure miteinander reden“, betont der BGA-Präsident.
„Sowohl China als auch die USA ringen um ihren Einfluss in Lateinamerika. Europa muss sich in diesem Reigen weiterhin als verlässlicher Partner behaupten. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten kann hier ein wichtiger Baustein sein, der schnell zu einem Abschluss geführt werden muss“, so Bingmann abschließend.
Quelle: BGA-Pressemitteilung Nr. 41, Berlin, 1. Dezember 2018