Mitgliederbereich
 

Corona: BMWi fördert Beratungskosten für KMU und Freiberufler

06.04.2020

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert ab sofort Beratungen für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil.

Die Förderung liegt damit um bis zu 2.500 Euro über der nach der Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know hows ansonsten erreichbaren Höhe. Die Förderung richtet sich an

  • junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter

Allerdings sind bestimmte Teile der Freien Berufe ebenso ausgenommen wie Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder die die Voraussetzungen dafür erfüllen, Unternehmen, die in einem Beteiligungsverhältnis zu Religionsgemeinschaften, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder zu deren Eigenbetriebe stehen, gemeinnützige Unternehmen und Vereine sowie Stiftungen. Ausnahme gibt es auch für die Landwirtschaft. Näheres dazu finden Sie hier und hier.

Förderauflagen

Zu den besonders günstigen Bedingungen antragsberechtigt sind Unternehmen, die unter wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Coronavirus leiden. Die Förderung ist an folgende Konditionen gebunden:

Die Unternehmen und Freiberufler müssen die Bedingungen der KMU- sowie die der De-minimis-Regelung erfüllen.
Die konkreten Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf den Antragsteller und insbesondere die dagegen zu ergreifenden Maßnahmen und Handlungsempfehlungen sind vom Beratungsunternehmen im Beratungsbericht nachvollziehbar darzustellen.

Zuschussbetrag und förderfähige Kosten

Die betroffenen Unternehmen erhalten einen Zuschuss in Höhe von 100 Prozent, maximal jedoch 4.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung).

Zu den Beratungskosten zählen neben dem Honorar auch die Reisekosten sowie Auslagen des Beraters. Die in Rechnung zu stellende Umsatzsteuer wird nicht bezuschusst und ist wie auch über die 4.000 Euro hinausgehenden Rechnungsbeträge vom Unternehmen zu tragen. Die jeweiligen Regelungen zur Berechnung und Zahlung der Umsatzsteuer sind zu beachten. Dies gilt ebenfalls für nicht vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen. Ein Stunden- oder Tagessatz für beanspruchte Beratungsleistungen ist nicht vorgegeben.

Das Sonderprogramm gilt zunächst bis 31. Dezember 2020.

Weitere Informationen, Merkblatt und Link zum Antrag

Weitere Details sind in einem Merkblatt festgehalten, dass auf auf der Homepage des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in einem Artikel mit näheren Informationen zum Thema veröffentlicht ist. Dort finden Sie auch den Link zum Förderantrag.

Daten­schutz­ein­stellungen

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, welche alle dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Dabei werden von den externen Komponenten auch Cookies gesetzt. Die Einwilligung zur Nutzung der Komponenten können Sie jederzeit widerrufen.
Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung