Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Schnelle Auszahlung des Kurzarbeitergeldes - Die 5 häufigsten Fehler bei der Antragstellung

23.04.2020

Bis zum 13. April sind in den bayerischen Agenturen für Arbeit 112.000 Anzeigen für Kurzarbeit eingegangen. Nun geht es darum, den Arbeitgebern möglichst schnell das Kurzarbeitergeld zu erstatten. Dies gelingt um so leichter, je weniger Fehler bei der Antragstellung auf Kurzarbeitergeld gemacht werden.

Wie die Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Bayern heute mitgeteilt hat, sind die 112.000 Anträge inzwischen alle bearbeitet worden. Nun geht es darum, den Arbeitgebern möglichst schnell das Kurzarbeitergeld zu erstatten. Auch dies kann schnell gelingen, wenn die Anträge auf Kurzarbeitergeld möglichst frühzeitig und vollständig eingereicht werden. Bisher wurden rund 19.000 Anträge eingereicht.

Die Agentur weist darauf hin, dass Anträge auf Kurzarbeitergeld und Abrechnungslisten häufig fehlerhaft oder unvollständig eingehen. Diese Anträge und Abrechnungslisten können dann nicht bearbeitet werden und müssen wieder an die jeweiligen Arbeitgeber zur Korrektur oder Vervollständigung zurückgesandt werden.

Um Verzögerungen bei der Auszahlung aber auch den damit verbundenen Mehraufwand zu minimieren, hat die Agentur für Arbeit auf deren Internetseite ab 23.04.2020 unter dem Thema Kurzarbeitergeld den Punkt aufgenommen:

„Die 5 häufigsten Fehler bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld“

1. Es wird nur ein Teil des Antrags eingereicht:
Der Antrag besteht aus den beiden Vordrucken Kug 107 – „Kurzantrag auf Kug“ und Kug 108 – „Kug-Abrechnungsliste“, die beide zusammen eingereicht werden müssen.

2. Es wird Kug für Auszubildende und geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer beantragt:
Hier ist zu beachten, dass geringfügig Beschäftigte grundsätzlich keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. Auszubildende bekommen grundsätzlich erst nach dem 6-wöchigen Entgeltfortzahlungszeitraum Kurzarbeitergeld, § 19 Abs. 1 Nr.2 BBiG.

3. Es wird Kug für gekündigte Arbeitnehmer abgerechnet:
Gekündigte Arbeitnehmer haben keinen Anspruch, da der Sinn des Kurzarbeitergeldes, der Erhalt des Beschäftigungsverhältnisses, in diesen Fällen nicht erreicht werden kann.

4. Bei der Kug-Berechnung werden auch sozialversicherungsfreie Entgeltbestandteile sowie Einmalzahlungen mit herangezogen:
Auf diesen Punkt ist bei der Berechnung besonders zu achten. Grundlage für die Kug-Berechnung ist das laufende sozialversicherungspflichtige Entgelt.

5. Tatsächlich gezahltes Arbeitsentgelt wie Feiertagsvergütung wird nicht als Ist-Entgelt aufgeführt:
Auch bei sog. Kurzarbeit 0, wenn also gar nicht mehr gearbeitet wird, fällt Feiertagsvergütung an, die als erzieltes Entgelt bei der Berechnung zu berücksichtigen ist.


Diese Punkte sind sowohl auf der Agentur Internetseite zum Thema „Kurzarbeitergeld bei Covid-19“ ergänzt als auch auf der LGAD-Website im Themenfeld "Corona-Pandemie" dargestellt. Besonders möchten wir Sie auf die verlinkten Video-Anleitungen („Die drei Schritte zum Kurzarbeitergeld“) hinweisen.

Die Agentur für Arbeit hat uns gebeten, diese Information umgehend an unsere Mitgliedsunternehmen weiterzuleiten, was wir gerne vornehmen. Gemeinsam können wir so die Bearbeitung der Kug-Anträge und -abrechnungen beschleunigen und somit schneller Unterstützung erhalten.

Bei Fragen möchten sich Unternehmen/Betriebe bitte an Ihre lokalen Ansprechpartner in den Agenturen für Arbeit vor Ort zu Fragen rund um das Thema Kurzarbeitergeld wenden. Sollten die Ansprechpartner nicht bekannt sein, wählen die Betriebe bitte die kostenfreie Rufnummer unter Tel. 0800 45555 20, dort werden sie an ihre regionale Agentur für Arbeit weitergeleitet.

Auch die Anwälte im LGAD Bayern stehen unseren Mitgliedsunternehmen in gewohnter Manier für Fragen zur Kurzarbeit/Kurzarbeitergeld jederzeit zur Verfügung.

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