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Absage der IHK-Prüfungen und Wiederaufnahme des Berufsschulunterrichts

24.04.2020

In der Folge der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus haben sich die IHK-Gremien darauf verständigt, vom 16. März bis 31. Mai 2020 sämtliche Prüfungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) abzusagen. Lesen Sie hier ein Update dazu.

Update: neue Prüfungstermine

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie sind folgende IHK-Prüfungen im Ausbildungsbereich bis 31. Mai 2020 abgesagt:
• alle kaufmännischen, kfm.-verwandten und gewerblich-technischen Zwischenprüfungen, die im Frühjahr 2020 hätten stattfinden sollen,
• alle kaufmännischen, kfm.-verwandten und gewerblich-technischen Abschlussprüfungen Teil 1, die im Frühjahr 2020 hätten stattfinden sollen,
• alle schriftlichen kaufmännischen und kfm.-verwandten Abschlussprüfungen/Abschlussprüfungen Teil 2 – ursprünglich geplant für den 28./29. April 2020,
• alle schriftlichen gewerblich-technischen Abschlussprüfungen/Abschlussprüfungen Teil 2 – ursprünglich geplant für den 12./13. Mai 2020.

Die Zwischenprüfung gilt für alle betroffenen Azubis pauschal als abgelegt und somit sind dann auch die Zulassungsvoraussetzungen für die Abschlussprüfung erfüllt.
Alle Auszubildenden, deren Prüfung für die Abschlussprüfung Teil 1 im März/April 2020 abgesagt wurde, erhalten die Möglichkeit, diese Prüfung im Herbst 2020 nachzuholen. Wenn bereits im Sommer 2020 die Abschlussprüfung Teil 2 abzulegen ist, wird die IHK eine individuelle Lösung für die Betroffenen anbieten, sobald Termine feststehen.

Im Fortbildungsbereich werden bis 31. Mai 2020 alle schriftlichen Fortbildungsprüfunge und alle AEVO-Prüfungen abgesagt.

Die kaufmännischen, kfm.-verwandten sowie gewerblich-technischen Abschlussprüfungen/ Abschlussprüfungen Teil 2 werden nach derzeitiger Planung in der KW 25 durchgeführt:
• 16./17. Juni 2020: gewerblich-technische Ausbildungsberufe
• 18./19. Juni 2020: kaufmännische und kfm.-verwandte Ausbildungsberufe


Update: sukzessive Wiederaufnahme des Schulbetriebes an den beruflichen Schulen ab 27. April 2020

Auszubildende sind weiterhin vom Betrieb für den Unterricht gemäß § 15 BBiG freizustellen.

Ab dem 27. April 2020 erfolgt unter Berücksichtigung der Maßnahmen zur Einhaltung des Infektionsschutzes die Wiederaufnahme des Unterrichts für
• Berufsschulen: Fachklassen vor Kammerprüfung, Klassen des vollzeitschulischen Berufsgrundschuljahres (BGJ),
• Berufsfachschulen: Abschlussklassen,
• Berufsfachschulen des Gesundheitswesens, Fachakademien: alle Abschlussklassen,
• Fachschulen: Abschlussklassen.

Über den Stundenplan informiert die jeweilige Schule. Der Stundenplan wird ggf. im Umfang reduziert und angepasst, indem beispielsweise prüfungsrelevante Fächer und Fächer, die für den Erwerb von Schulabschlüssen relevant sind, priorisiert werden. Sportunterricht findet nicht statt.

Es finden keine verpflichtenden Leistungserhebungen während des zweiten Schulhalbjahres mehr statt. Auf Antrag besteht die Möglichkeit der Teilnahme an einem Leistungsnachweis zur Notenverbesserung.

Alle weiteren Schüler*innen der Vollzeitklassen, Klassen im Einzeltagesunterricht oder Blockklassen, die während der Phase des Wiedereinstieges planmäßig Unterricht hätten, arbeiten verbindlich im Rahmen von Lernen zuhause“. Grundlage bildet weiterhin der gültige Lehrplan.

Eine weitere Ausweitung des Unterrichtsbetriebs ist unter Vorbehalt frühestens ab dem 11. Mai 2020 vorstellbar. Hierüber wird noch gesondert entschieden.

Fortsetzung der Ausbildung im Betrieb

Aufgrund des generellen Unterrichtsausfalls sind Auszubildende grundsätzlich weiterhin verpflichtet, zur Fortsetzung der Ausbildung im Betrieb zu erscheinen. Der Freistellungstatbestand aus § 15 Abs. 1 Nr. 1 BBiG entfällt.

Sofern jedoch die jeweiligen Berufsschulen Unterrichtsmaterial über Lernplattformen oder in ähnlicher Art und Weise zur Verfügung stellen, ist davon auszugehen, dass den Auszubildenden zur Bearbeitung dieser Materialien ausreichend Zeit während der Ausbildung zur Verfügung gestellt werden muss.

Da zudem in vielen Fällen aufgrund von vorübergehenden Betriebsschließungen oder Kurzarbeit keine reguläre Ausbildung mehr möglich ist, müssen in jedem Fall individuelle Absprachen zwischen Ausbildungsbetrieb und Auszubildenden erfolgen. Grundsätzlich ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, alle verfügbaren Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten.

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