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Geänderte Regeln für Klarsichtmasken

15.12.2020

Das bayerische Gesundheitsministerium ändert die geltenden Regel in Bezug auf Klarsichtmasken aus Kunststoff.

Das bayerische Gesundheitsministerium ändert die geltenden Regel in Bezug auf Klarsichtmasken aus Kunststoff: Nach aktuellen Erkenntnissen schützen die umstrittenen Klarsichtmasken nicht ausreichend vor Ansteckungen mit dem Corona-Virus. Das hat ein Ministeriumssprecher dem Bayerischen Rundfunk am 10. Dezember 2020 mitgeteilt.

Eine Studie der Hochschule München hatte sich zuvor mit Klarsichtmasken und deren Wirkung beschäftigt. Klarsichtmasken sind meist nach unten und zur Seite offen. Bei den Untersuchungen der Hochschule hat sich herausgestellt, dass bei dieser Art von Masken in großem Maß Aerosole austreten und sich dann unkontrolliert ausbreiten können.

Aufgrund des Ausbreitungsverhaltens von Aerosolen ist eine lückenhafte Abdeckung nicht ausreichend, denn nur mittels einer eng an der Haut anliegenden Mund-Nasen-Bedeckung wird eine seitliche oder aufwärtsgerichtete Freisetzung dieser potentiell infektiöseren Luftgemische bestmöglich minimiert. Dies entspricht auch der Haltung des RKI.

Das StMGP schließt sich dieser Bewertung nun ausdrücklich an: Die infektionsschutzrechtlichen Anforderungen an eine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung im Sinne von § 2 der 10. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung (BayIfSMV) werden daher insofern präzisiert, als zur Reduzierung von Aerosolen nur eine enganliegende, den Mund und die Nase bedeckende textile Barriere als Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden sollte.

Diese Neubewertung steht im vollen Einklang mit den arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben. Klarsichtmasken aus Kunststoff, auch wenn sie eng anliegen, entsprechen diesen Vorgaben an eine Mund-Nasen-Bedeckung regelmäßig nicht und sind den Visieren damit quasi gleichgestellt.

Die aktualisierten Informationen des StMGP zum Thema finden Sie hier: Häufige Fragen zu Mund-Nasen-Bedeckungen

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