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USA wird zur Konjunkturlokomotive der Weltwirtschaft – EU mit geringerer Dynamik als USA und Asien

11.03.2021

Ein kurzer Blick auf Konjunkturdaten zeigt, es gibt neben den negativen Meldungen auch eine positive Entwicklung.

EZB rechnet mit höherer Inflation

Die EZB erhöht ihre Inflations-Prognose für den Euroraum für 2021 deutlich auf 1,5 Prozent. Hauptgründe sind ein Anstieg der Energiepreise und weitere vorübergehende Faktoren. Das BIP-Wachstum im Euro-Raum soll bei 4,0 Prozent liegen. Die EZB teilte außerdem mit, das Tempo bei den Anleihekäufen in den kommenden Monaten deutlich zu erhöhen.

Weltwirtschaft soll 2021 kräftig wachsen

Die globale Konjunktur soll in diesem Jahr um 5,6 Prozent zulegen, erwartet die OECD. Die USA werden demnach zur Lokomotive für die Weltwirtschaft. Ihr Konjunkturprogramm – das 8 Prozent des US-BIP entspricht – lasse das Welt-BIP um einen Prozentpunkt zusätzlich zulegen. Geringere Dynamik als in den USA und Asien, das sich bereits jetzt im Aufschwung befindet, erwartet die OECD für die EU. So soll die Euro-Zone lediglich um 3,9 Prozent wachsen, Deutschland um 3 Prozent. Das liege daran, dass die gesamten EU-Staaten bisher nicht aus dem steten Wechsel von Lockdown und Lockerung herausgefunden hätten.

Geschäftsklima der Gewerblichen Wirtschaft Bayerns verbessert sich im Februar wieder deutlich

Laut ifo Konjunkturumfrage Bayern legte der Indikator um 7,6 Punkte zu und lag mit +5,7 nun wieder spürbar im positiven Bereich. Dies war insbesondere den wesentlich robusteren Geschäftserwartungen der Befragten geschuldet. Während im Vormonat noch eher eine verhaltene Stimmung hinsichtlich der kommenden Monate zu beobachten gewesen war (-5,9 zuletzt), waren nun die zuversichtlichen Stimmen merklich in der Überzahl (+6,4 aktuell). Zudem liefen die aktuellen Geschäfte wieder ein Stück besser als noch zuletzt (+5,0 aktuell, +2,3 zuletzt).

Arbeitskosten steigen

Die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde sind in Deutschland im 4. Quartal 2020 saison- und kalenderbereinigt um 2,1 Prozent gegenüber dem 3. Quartal 2020 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war das 4. Quartal 2020, wie bereits das 1. und 2. Quartal, stärker von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beeinflusst als das 3. Quartal. Im Zuge dieser Maßnahmen sank insbesondere die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden, wodurch rechnerisch die Kosten je geleistete Arbeitsstunde gegenüber dem Vorquartal stark stiegen.

Temporäre Mehrwertsteuersenkung für zusätzliche oder vorgezogene Anschaffungen genutzt

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, haben nach den Ergebnissen einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Bundesfinanzministeriums von August bis Dezember 2020 jeden Monat 20 Prozent bis 25 Prozent der Privathaushalte aufgrund der Mehrwertsteuersenkung zusätzliche Anschaffungen getätigt oder geplante Anschaffungen vorgezogen. Mehr als jeder zweite kindergeldberechtigte Haushalt setzte den Kinderbonus ganz oder teilweise zu Konsumzwecken ein, insbesondere zur Anschaffung langlebiger Gebrauchsgüter.


Quelle: Mitteilung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, 11.3.2021

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