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Ausbildungsmarkt: Bilanz der Nachvermittlung für das Beratungsjahr 2020/2021

03.02.2022

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat über die Bilanz der Nachvermittlung informiert. Im Berichtszeitraum von Oktober 2021 bis Januar 2022 – dem fünften Quartal – boten zahlreiche Betriebe ihre noch (oder erneut) freien Ausbildungsplätze zur Besetzung an.

Gleichzeitig waren viele junge Menschen noch (oder erneut) auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle.

  • Trotz Pandemie waren die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz in der Nachvermittlung sehr gut: Auf rund 67.000 gemeldete Bewerber*innen kamen 77.000 gemeldete Ausbildungsstellen. Bei den gemeldeten Bewerber*innen werden auch rund 21.000 junge Menschen mitgezählt, die bereits in eine Alternative eingemündet sind und dennoch ihren Vermittlungswunsch aufrecht erhalten.
  • Die Corona-Pandemie hatte den Ausgleich auf dem Ausbildungsmarkt im abgelaufenen Beratungsjahr 2020/2021 erneut erschwert. Die Folgen der Pandemie-Maßnahmen schlagen sich auch im Nachvermittlungszeitraum nieder.
  • So waren deutlich weniger junge Menschen auf Ausbildungssuche als im letzten Jahr (-9.500).
  • Die Zahl der betrieblichen Ausbildungsstellen für einen sofortigen Ausbildungsbeginn überstieg dagegen die des Vorjahres (+5.000).

Situation in Bayern

Im Januar 2022 waren in Bayern 39.278 Bewerber*innen gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang von 3,8 Prozent. Bei den gemeldeten Berufsausbildungsstellen gibt es ein Plus von 4,9 Prozent auf nun 75.116. Auf 100 gemeldete betriebliche Berufsausbildungsstellen kommen 52 gemeldete Bewerber*innen.
Situation in Deutschland

Im Januar 2022 ist im Vorjahresvergleich bundesweit die Zahl der Bewerber*innen für eine Ausbildung ebenfalls deutlich zurückgegangen (-5,5 Prozent auf nun 248.094). Gleichzeitig ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze gestiegen (+6,8 Prozent auf 383.183). Auf 100 gemeldete betriebliche Berufsausbildungsstellen kommen 65 gemeldete Bewerber*innen.

Insgesamt ist der Ausbildungsmarkt im Januar noch stark in Bewegung. Deshalb erlauben die aktuellen Daten nur eine sehr grobe Einschätzung der Entwicklung im weiteren Jahresverlauf. Die BA veröffentlicht zum Anfang des Berichtsjahres zunächst nur Zahlen zu den gemeldeten Bewerber*innen sowie zu den gemeldeten Berufsausbildungsstellen. Ab dem Berichtsmonat März wird die Berichterstattung erweitert um Aussagen zu den unversorgten Bewerber*innen einerseits und unbesetzten Ausbildungsstellen andererseits.

Mit der Meldung bei der BA machen Unternehmen ihre Ausbildungsbereitschaft sichtbar und verbessern ihre Chancen, zu einem Vertragsabschluss zu kommen.

Quelle: vbw Meldung vom 3.12.2021

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