Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
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German African Business Summit in Nairobi übertrifft alle Erwartungen

07.03.2017

Der zweite German African Business Summit (GABS) fand im Februar 2017 in Nairobi statt. Mit über 500 Teilnehmern aus Deutschland und verschiedenen Delegationen aus unterschiedlichen afrikanischen Staaten war die Veranstaltung ein großer Erfolg.

Die hohe politische Begleitung hat hierzu ihren Beitrag geleistet. So war das Bundeswirtschaftsministerium durch Bundesministerin Zypries, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit Minister Müller, das Bundesministerium für Finanzen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Meister vertreten. „Nach zwei schwächeren Jahren wird der afrikanische Kontinent mittel- bis langfristig wieder stärker wachsen“, zeigte sich der Vorsitzender der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI), Heinz-Walter Große, zuversichtlich.

Chancen und Herausforderungen auf dem afrikanischen Kontinent
In unterschiedlichen Diskussionsrunden diskutierten die Teilnehmer über die Chancen und Herausforderungen auf dem afrikanischen Kontinent. Die Konferenz wurde dabei organisiert durch die Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI), die partnerschaftlich vom BGA, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft getragen wird.

Unter der Regionalinitiative setzen sich die Träger ge-meinsam für eine Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den Ländern Subsahara-Afrikas ein. Nach dem großen Erfolg des ersten GABS in Berlin im Jahr 2015, bot diese Fortsetzung, nun erstmals in Afrika veranstaltet, eine ideale Plattform für Entscheider aus Wirtschaft und Politik aus Deutschland sowie aus Subsahara-Afrika für einen intensiven Austausch und Dialog.
Die hochrangig besetzte Konferenz umfasste zum einen in mehreren Fachpanels interessante Vorträge und Diskussionen zu den Schwerpunkten regionaler Zusammenarbeit und Finanzierung, Start-Ups/ Innovation sowie zu beispielhaften Erfolgsgeschichten in Afrika. Zum anderen bot sie aber auch bewusst die Gelegenheit zum intensiven Netzwerken, sei es im Rahmen der organisierten „Speed Datings“ am Rande der Konferenz oder zum eigenen Treffen im Umfeld der Konferenz. Neben der Außenministerin Kenias nahmen zahlreiche weitere Minister unterschiedlicher Ressorts und aus unterschiedlichen Ländern Subsahara-Afrikas an der Konferenz teil.

Finanzierungspanel diskutierte politische Risiken
Im Finanzierungspanel stand klassischerweise die Absicherung von wirtschaftlichen und politischen Risiken bei der Diskussion genauso im Mittelpunkt wie die Frage nach Finanzierungsquellen für Investitionen oder aber Handelsgeschäften. Gemeinsam diskutieren Christiane Laibach, Mitglied der Geschäftsführung der DEG, Dr. Martina Höppner, Leiterin des Economic Research bei den Bundesdeckungen, George Otiene, CEO der African Trade Insurance, sowie Harold Leenen, Leiter des Afrikageschäfts der Deutschen Bank unter der Moderation von BGA-Geschäftsführer Gregor Wolf. Heike Bergmann, Mitglied der Geschäftsführung von Voith Hydro, hatte zuvor in einem Eingangsstatement in die Problematik eingeführt. Nicht nur der Wettbewerbsdruck aus China, sondern auch die Herausforderungen hinsichtlich Absicherungsmöglichkeiten, Laufzeiten und Volumina oder Garantiebedingungen wurden anschließend auch mit dem Publikum intensiv diskutiert.

Bundesminister Müller nutzte die Plattform, um die Idee eines Marschallplans mit Afrika vorzustellen. "Wir brau-chen eine völlig neue Dimension der Zusammenarbeit mit Afrika. Wir wollen Reformpartnerschaften mit Reformchampions eingehen. Wer Korruption bekämpft, Steuer-systeme aufbaut, in Bildung investiert und auf die Gleichberechtigung der Geschlechter setzt, kann mit mehr Unterstützung von uns rechnen. Entwicklungspolitik allein ist aber nicht die Lösung. Afrika braucht Jobs, die nur die Wirtschaft schaffen kann. Wertschöpfung vor Ort statt Ausbeutung. Die Chancen in Afrika sind riesig, gerade auch für die deutsche Wirtschaft."

Prinzipiell ist dieser Vorstoß zu begrüßen, jedoch bleibt abzuwarten, inwiefern diese Initiative nicht zu Lasten etablierter und erfolgreicher Projekte beispielsweise in der Förderung von Importen nach Deutschland münden wird.

(Quelle: BGA, Direkt aus Berlin, 7.3.17)

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