Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Goldener Arbeitsmarkt 2017 für Bayern

14.06.2017

„Bayern steht vor einem goldenen Arbeitsmarkt 2017.“ So kommentiert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die Arbeitsmarktprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Bayern wird demnach 2017 um 124.700 auf 5,442 Millionen ansteigen. Das entspricht einem Zuwachs um 2,3 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt dabei flächendeckend in allen Regierungsbezirken, am stärksten in Oberbayern mit +2,8 Prozent bzw. 57.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen, gefolgt von der Oberpfalz (+2,4 Prozent, 11.600 zusätzliche Stellen) und Niederbayern (+2,4 Prozent, 10.000 zusätzliche Jobs).

Parallel dazu soll die Arbeitslosigkeit in Bayern um 19.700 beziehungsweise 7,9 Prozent auf durchschnittlich 230.900 Personen im Jahr sinken. Nach optimistischeren Berechnungen wird die Arbeitslosigkeit sogar um 35.900 (-14,3 Prozent) auf 214.700 Personen zurückgehen. Auch hier steht Niederbayern an der Spitze. Die Arbeitslosigkeit soll um zehn Prozent zurückgehen. Die Regierungsbezirke Oberpfalz, Oberfranken und Schwaben erwarten Rückgänge von über neun Prozent.

„Die gute Stimmung auf dem Arbeitsmarkt schlägt sich auch auf die regionale Arbeitsmarktprognose nieder. Die gute Lage ist der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu verdanken. Damit das positiv weitergeht, brauchen wir gute Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen“, erläutert Brossardt.

„Längerfristig brauchen wir wirksame Mittel gegen den Fachkräftemangel. Die Fachkräftesicherung ist kein Problem der Zukunft, sondern heute eine große Herausforderung in vielen Berufen und Regionen. Dies betrifft vor allem den MINT-Bereich. Daher müssen wir der Deckung des zunehmenden Fachkräftebedarfs auf allen Ebenen höhere Priorität einräumen. Dazu gehört die stärkere Förderung der überregionalen Mobilität von Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchenden im ländlichen Raum und der dualen Ausbildung. Wichtig sind auch Initiativen zur Verringerung der Studienabbrecherquote, die bei Bachelorstudenten in Deutschland zuletzt bei 29 Prozent lag“, erklärt Brossardt.