Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Keine Sommerpause für den Außenhandel dank billigem Euro

08.10.2015

Die Sommerpause ist im Außenhandel aufgrund des billigen Euro ausgefallen. Dabei fußt das Wachstum gleichermaßen auf einer Belebung der Nachfrage in und außerhalb der EU.

"Dank niedrigem Euro wuchsen innerhalb der EU insbesondere die Ausfuhren in die Länder, die nicht der Eurozone angehören. Noch stärker stiegen sogar die Ausfuhren in die Drittländer. Waren in der Vergangenheit jedoch die BRIC-Staaten die Wachstumstreiber, sind es heute insbesondere die USA. So sind alleine im ersten Halbjahr die Ausfuhren um fast ein Viertel gestiegen.“ Dies erklärte BGA-Präsident Anton F. Börner in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhan-delszahlen für August 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im Vorjahresvergleich um 5,0 Prozent gestiegen, während die Importe um 4,0 Prozent zugelegt haben. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im August mit einem Überschuss von 15,3 Milliarden Euro ab.

„Auch wenn der Außenhandel erfreuliche Wachstumsraten zeigt, handelt es sich hierbei doch um ein äußerst fragiles Wachstum. So sind die Zuwächse zu weiten Teilen auch mittels eines niedrigen Eurokurses erkauft – eine überaus gefährliche und auch nur kurzfristig erfolgreiche Politik, da eine Abwertungsspirale niemals in unserem Interesse liegen kann. Darüber hinaus sorgen glücklicherweise die gleichzeitig überaus niedrigen Rohstoffpreise dafür, dass die negativen Effekte dieser Politik derzeit nicht auf unsere Importpreise durchschlagen. Gleichwohl belastet der niedrige Ölpreis die Nachfrage aus dem Nahen und Mittleren Osten und Russland genauso wie aus den erdölfördernden Staaten in Lateinamerika und Afrika. Auf den guten Außenhandelszahlen können wir uns also nicht ausruhen. Vielmehr sollten wir die Gunst der Stunde nutzen und unsere Hausaufgaben erledigen. Hierzu zählt gerade auch der Abschluss des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP, um unsere Ge-staltungsmöglichkeiten auch in Zukunft zu sichern“, so Börner abschließend.

(Quelle: BGA-Pressemitteilung 8. Oktober 2015)

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