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Erfolg für den BGA: Der Regelbetrieb für den Lang-LKW kommt

01.12.2016

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt erklärte, dass der Lang- LKW im Regelbetrieb ab 2017 kommt. Das ist ein großer Erfolg für den BGA und sein langjähriges Engagement für den zukunftsweisenden Lang-LKW.

Der Betrieb des Lang-LKW zeigt ein durchweg positives Testergebnis, sein Einsatz ist besonders mit Blick auf Umweltauswirkungen, Effizienzsteigerungen im Transport, Verkehrssicherheit und infrastrukturelle Auswirkungen zu begrüßen. Zugelassene Lang-LKW umfassen Fahrzeuge bzw. Fahrzeugkombinationen mit einer Länge von bis zu 25,25m und einem Gesamtgewicht von maximal 40 Tonnen (44t im Kombinierten Verkehr). Damit erhöht sich die maximal zulässige Länge des Lang-LKWs im Vergleich zum herkömmlichen LKW um 6,5 m, jedoch nicht das zulässige Maximalgewicht. Durch seinen Einsatz sind Emissions- und Kraftstoffeinsparungen um bis zu 25 % möglich. Dies bestätigte auch der nun im Ministerium vorliegende Endbericht der Bundesanstalt für Straßenwesen.

Bereits der Zwischenbericht aus dem Jahr 2014 zeigte deutlich die herausragenden Eigenschaften des Lang-LKWs, insbesondere konnte auf Grund der stärkeren Verlagerung des Gewichts kürzere Bremswege als bei herkömmlichen LKW festgestellt werden. BASt-Untersuchung hat für einen Lang-Lkw einen Bremsweg aus 80 km/h bis zum Stillstand von 36 Metern ermittelt. Bei einem Standard-Lkw ergab die Untersuchung 44 Meter. Durch den Lang-LWK benötige man für dieselbe Fahrt oder dieselben Volumengüter mit einem Lang-Lkw nur zwei statt drei Fahrten. Das Einsparpotential sei erheblich. Die Infrastruktur leide nicht zusätzlich unter den Lang-LKWs, auch die von den Skeptikern befürchteten Verlagerungseffekte von der Schiene auf die Straße habe es nicht gegeben. Der Lang-LKW ergänze damit in vorbildlicher Weise die bestehende Verkehrsinfrastruktur. Er stehe nicht in Konkurrenz zur Schiene, sondern biete eine weitere kostengünstige und effiziente Transportmöglichkeit.

60 Unternehmen mit 159 LKW nehmen an dem noch bis Jahresende laufenden Pilotbetrieb teil. In 14 Bundesländern wurden Strecken für den Lang- LKW freigegeben, insgesamt umfasst das ein Streckennetz 11.600 km. Lediglich in Berlin und im Saarland ist der Einsatz des Lang-LKW derzeit noch nicht möglich. Im Saarland gibt es Überlegungen, auch dort Strecken für den Lang-LKW zuzulassen. Sowohl die teilnehmenden Fahrzeuge als auch die Fahrer entsprechen höchsten Sicherheitsstandards. Der Lang-LKW ist nicht nur ein effizientes Transportmittel, sondern auch ein höchst sicheres. Das Bundesverkehrsministerium arbeitet an der Änderungsverordnung, damit die Lang-LKW vom 1.1.2017 an auf den schon heute begrenzten Strecken fahren können. Somit soll pünktlich zum Ende des fünfjährigen Feldversuchs, der zum Jahresende 2016 ausläuft, der Regelbetrieb starten. Im Feldversuch wurden insgesamt fünf Fahrzeugvarianten, vom verlängerten Sattelauflieger (17,80m Länge) bis zum Motorwagen mit Sattelauflieger (25,25m Länge) erprobt. Sonderregeln soll es für zwei Lang-LKW-Typen geben: Der sogenannte verlängerte Sattelauflieger. Er darf zunächst weitere sieben Jahre eingesetzt werden. Das 25,25 m lange Sattelkraftfahrzeug mit Zentralanhänger darf befristet für ein Jahr weiterfahren.

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