Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Erste Tarifrunde im bayerischen Groß- und Außenhandel – LGAD lehnt ver.di-Forderungen ab

20.04.2017

Für die mehr als 220.000 Beschäftigten im bayerischen Groß- und Außenhandel haben heute die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem Landesverband Groß- und Außenhandel, Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V. (LGAD) begonnen. Wie erwartet: Die erste Runde in München brachte noch keine Einigung.

ver.di hatte zum 31. März 2017 den Entgelttarifvertrag gekündigt und ihre Forderungen erhoben: Plus 5,93 Prozent bis 6,35 Prozent mehr für 1 Jahr je nach Entgeltgruppe und 80 Euro mehr pro Monat für Auszubildende.

Die Tarifverhandlungskommission des Arbeitgeberverbandes wies diese Forderungen als eindeutig zu hoch zurück. „Die Beschäftigten sollen an der momentan guten wirtschaftlichen Situation teilhaben“, sagt LGAD-Verhandlungsführer Horst Horn. „Dabei gilt es aber Augenmaß zu bewahren. Die Höhe des Tarifabschlusses muss sich an den Möglichkeiten des Produktivitätszuwachses und den Notwendigkeiten des Erhalts der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen orientieren.“

Die zweite Tarifverhandlungsrunde ist für den 16. Mai 2017 in München geplant.

Seit dem 1. Januar 2017 gilt im bayerischen Groß- und Außenhandel die neue Entgeltstruktur.
ver.di und LGAD hatten sich Ende 2014 auf dieses zukunftsweisende Tarifsystem geeinigt, eine getrennte Lohn- und Gehaltsfindung für Arbeiter und Angestellte findet damit nicht mehr statt.

Hintergrundinfo:
Zum Groß- und Außenhandel gehören bayernweit insgesamt rund 22.000 Unternehmen mit über 220.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als 150 Milliarden Euro.


Ansprechpartner :
Amelie Wollny, LGAD-Pressesprecherin, Tel. 089/55178-379,
E-Mail: amelie.wollny@mbw-team.de, http://www.mbw-team.de