Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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US-Strafzölle: Bayerischer Groß- und Außenhandel kritisiert die Entscheidung

09.03.2018

München: Der bayerische Groß- und Außenhandel blickt äußerst kritisch auf die Entscheidung Donald Trumps, Strafzölle auf Stahl und Aluminium zu erheben.

„Was seit langem zu befürchten war, ist nun eingetreten. Der amerikanische Präsident Trump hat seine Drohungen wahr gemacht und treibt seinen Protektionismus weiter voran“, sagt Frank Hurtmanns, Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Groß- und Außenhandel, Vertrieb und Dienstleistungen Bayern (LGAD) e.V. Die Befürchtung: „Strafzölle auf weitere Produkte könnten folgen und eine Spirale weiterer Han-delsrestriktionen weltweit in Gang setzen“, so Hurtmanns.

Die USA sind Bayerns wichtigster Handelspartner. Rund 11 Prozent aller bayerischen Exporte gehen in die USA, der Anteil an Stahl und Aluminium ist dabei allerdings mit 0,1 sehr gering. Die Stimmung in den Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels ist angespannt. „Wie stark sich weitere Strafzölle auf Europa – und vor allem auf den Groß- und Außenhandel in Bayern – wirklich auswirken würden, lässt sich nur schwer voraussagen“, so Hurtmanns. Dieser Schritt ist aber auf jeden Fall ein herber Rückschlag für den freien Welthandel.

Nun kommt es einmal mehr darauf an, dass Europa an einem Strang zieht und den europäischen Binnenmarkt stärkt. „Denn nur gemeinsam als europäische Wirtschaft können wir ein wirksames Gegengewicht zu diesen protektionistischen Tendenzen sein“, sagt Hurtmanns.


Hintergrund:
Der Groß- und Außenhandel ist ein bedeutender Faktor für die bayerische Wirtschaft. Die Wirtschaftsstufe liegt gemessen am Umsatz auf Platz eins, gemessen an der Beschäftigung auf Platz fünf unter allen Wirtschaftszweigen Bayerns. Insgesamt sind 267.000 Mitarbeiter in den bayerischen Großhandelsunternehmen beschäftigt. Sie versorgen die Industrie, das Handwerk und den Einzelhandel mit Waren und Dienstleistungen. Es ist letzten Endes somit auch dem Großhandel zu verdanken, dass der Verbraucher gut sortierte und gefüllte Regale vorfindet.


Ansprechpartnerin für weitere Informationen und Anfragen:
Agnes Krafft, LGAD-Pressesprecherin, mbw | Medienberatung der Wirtschaft GmbH, 089 55178-292,
agnes.krafft@mbw-team.de, www.mbw-team.de, www.facebook.com/mbw.muenchen