10.05.2019
Die Tarifverhandlung für die über 260.000 Beschäftigten im bayerischen Groß- und Außenhandel wurde heute in München wieder aufgenommen. In der zweiten Verhandlungsrunde legte die Arbeitgeberseite der Gewerkschaft ver.di ein Angebot vor. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden.
Das Angebot der Arbeitgeberseite sieht vor, dass bei einer Laufzeit von 24 Monaten die Tarifentgelte um insgesamt 2,5 Prozent steigen. Die Erhöhung soll in zwei Stufen wirksam werden: 2,0 Prozent mehr sollen die Arbeitnehmer nach Abschluss in 2019 bekommen, 0,5 Prozent in 2020. Die Ausbildungsvergütung soll um insgesamt 50 Euro (30 Euro in 2019 und 20 Euro in 2020) angehoben werden.
Verhandlungsführer Horst Horn begründete das Angebot der Arbeitgeberseite: „Die deutsche Wirtschaft hat ihren konjunkturellen Scheitelpunkt überschritten. Das trifft die Unternehmen des Groß- und Außenhandels, deren Ertragslage sich abschwächt und den Spielraum für Personalkostensteigerungen wie bisher deutlich einschränkt.“
Vor dem Hintergrund der überzogenen Erwartungen von ver.di rechnet der LGAD mit schwierigen Verhandlungen. Für den 17. Juni 2019 wurde die nächste Verhandlungsrunde vereinbart.
Hintergrundinfo:
Der Groß- und Außenhandel ist ein bedeutender Faktor der bayerischen Wirtschaft. Die Wirtschaftsstufe liegt gemessen am Umsatz auf Platz eins, gemessen an der Beschäftigung auf Platz fünf unter allen Wirtschaftszweigen Bayerns. Insgesamt sind 260.000 Mitarbeiter*innen in den bayerischen Großhandelsunternehmen beschäftigt. Sie versorgen die Industrie, das Handwerk und den Einzelhandel mit Waren und Dienstleistungen. Es ist letzten Endes somit auch dem Großhandel zu verdanken, dass die Verbraucher*innen gut sortierte und gefüllte Regale vorfindet.
Ansprechpartnerin:
Agnes Krafft, LGAD-Pressesprecherin, mbw | Medienberatung der Wirtschaft GmbH, 089 55178-292, agnes.krafft@mbw-team.de, www.mbw-team.de, www.facebook.com/mbw.muenchen