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Lockdown bringt viele Großhandelsbetriebe in existentielle Nöte

05.11.2020

Der erneute Teil-Lockdown für Gastronomie, Hotellerie, Körperpflege- und Freizeiteinrichtungen und weitere Bereiche hat existenziell bedrohliche Folgen für viele Unternehmen im Groß- und Außenhandel.

„Mit ernster Sorge müssen wir nun die erneute Schließung der Gastronomie- und Hotelbranche sowie von Betrieben der Freizeitbranche erleben. Dies betrifft nicht nur diese Unternehmen, sondern auch den Großhandel als vorgelagerte Wirtschaftsstufe, der mit diesen Branchen auf das Engste verzahnt sind. Dem Nahrungsmittelgroßhandel sowie dem Körperpflege-/Kosmetikgroßhandel brechen nicht nur die Umsätze weg, sondern die vielen kleinen und mittleren Unternehmen werden auch existenziell bedroht“, erklärt Christoph Leicher, Präsident des Landesverbandes Bayern Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (LGAD).

Konsequenzen des neuen Lockdowns

Nach einer Blitzumfrage unter unseren Mitgliedern rechnet etwa jedes zweite betroffene Unter-nehmen mit einer Halbierung der Umsätze. Die befürchteten Umsatzeinbußen fallen in Einzelfäl-len noch deutlich größer aus. So entfallen beispielsweise im Bereich Großhandel Foodservice und Zustellgroßhandel mit der Schließung der Hauptkundengruppe Gastronomie bis zu 60 Pro-zent der Umsätze. Im vergangenen Jahr hat der Lebensmittelgroßhandel in Bayern insgesamt mit seinen über 30.000 Beschäftigten durchschnittliche monatliche Umsätze in Höhe von 2,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

„Um die wirtschaftlichen Folgen abzumildern, muss auch den mittelbar betroffenen Zulieferbetrieben dringend geholfen werden. Wir plädieren daher eindringlich, diese Unternehmen nicht zu vergessen und sie in die beschlossene außerordentliche Wirtschaftshilfe miteinzubeziehen“, so Leicher im Hinblick auf Überlegungen der Politik, Unterstützungsmaßnahmen auch für diejenigen Unternehmen zu ergreifen, die indirekt, aber in vergleichbarer Weise betroffenen sind. „Auch die jeweiligen Zulieferer und Großhandelsbetriebe brauchen staatliche Unterstützung, um durchzuhalten. Nur über die etablierten Versorgungswege des Großhandels lässt sich gewährleisten, dass nach einem Re-Start die jetzt geschlossenen Branchen wieder vollumfänglich bedient werden können“, so Leicher.


Ansprechpartner für weitere Informationen und Anfragen:

Nils Paul,
LGAD-Pressesprecher
mbw I Medienberatung der Wirtschaft GmbH,
Tel. 089 551 178-379, kathrin.bauer@mbw-team.de

www.mbw-team.de, www.facebook.com/mbw.muenchen


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