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Kräftiges Umsatzplus im bayerischen Großhandel

06.12.2021

(München, 07.12.2021) Die bayerischen Großhandelsbetriebe können sich über florierende Geschäfte freuen. In den ersten neun Monaten des Jahres sind die Umsätze in der Wirtschaftsstufe im Freistaat um insgesamt 11,2 Prozent gestiegen (preisbereinigt um 6,1 Prozent).

Das hat das Bayerische Landesamt für Statistik mitgeteilt. Die Zahl der Beschäftigten konnte im selben Zeitraum um 1,4 Prozent zulegen.

Die Zahlen wertet LGAD-Präsident Christoph Leicher als Zeichen für die exzellente Performance des Großhandels in Bayern: „Unsere Mitgliedsunternehmen sind quer durch alle Branchen ein wichtiges Scharnier für die Versorgung der Wirtschaft in Bayern und ganz Deutschland. Mit ihrer Expertise und zugleich auch ihrer Pufferfunktion bei der weltweiten Beschaffung, Lagerhaltung und Distribution von Waren und Gütern sind die Großhandelsunternehmen nicht zu ersetzen. Allerdings können die Zahlen nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor gewaltige strukturelle Herausforderungen bestehen. Die Corona-Pandemie ist bei Weitem noch nicht überwunden. Die aufgestaute Nachfrage zieht noch immer Lieferengpässe und Preisdruck nach sich.“

Im Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen (Produktionsverbindungshandel) entwickelte sich der nominale Umsatz um 14,3 Prozent und der reale Umsatz um 6,3 Prozent nach oben. Im Großhandel mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel) erhöhte sich der nominale Umsatz um 7,6 Prozent und der reale Umsatz um 5,6 Prozent. In der Handelsvermittlung nahm der nominale Umsatz um 17,3 Prozent zu und der reale Umsatz um 15,7 Prozent.

„Diese Zahlen machen Mut, auch wenn weltweite Verschiebungen und Teuerungen in der Lieferlogistik sowie die gestiegenen Einkaufs- und Energiepreise derzeit stark auf Kosten der Gewinnmargen gehen. Besonders erfreulich ist das Plus bei der Zahl der Beschäftigten im bayerischen Großhandel. Sie lag im September um 2,6 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats“, erklärte Christoph Leicher. „Das belegt: Die bayerischen Großhändler sind attraktive Arbeitgeber.“


Die Wirtschaftsstufe Groß- und Außenhandel liegt gemessen am Umsatz auf Platz eins (247 Mrd. Euro), gemessen an der Beschäftigung auf Platz fünf unter allen Wirtschaftszweigen Bayerns. Insgesamt sind 358.000 Mitarbeiter in den knapp 26.000 bayerischen Großhandelsunternehmen beschäftigt.

Deutsche Exporte legen deutlich zu

Das Statistische Bundesamt hat für Oktober 2021 die Außenhandelszahlen bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 121,3 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 8,1 Prozent gestiegen. Mit einem Warenwert von 108,5 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe gestiegen, im Vorjahresvergleich um 17,3 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im Oktober mit einem Überschuss von 12,8 Milliarden Euro ab.

„Die strukturellen Herausforderungen für die Unternehmen bleiben aber bestehen. Das Chaos in der Logistik hält voraussichtlich noch einige Monate an. Hier machen sich fehlende Container, der Fachkräftemangel und regionale Corona-Ausbrüche bemerkbar. Die dadurch verursachten hohen Kosten im Ein- und Verkauf werden uns also noch eine Weile begleiten. Auch bei den Lieferengpässen von Rohstoffen und Vorprodukten ist erstmal keine Entspannung in Sicht. Die gestiegenen Energiepreise sind ein weiterer Kostentreiber, der den Unternehmen zu schaffen macht. Und über all dem hängt noch das Damoklesschwert der vierten Welle hier in Deutschland. Unser Appell an die neue Bundesregierung lautet daher, den nötigen Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu wahren, aber gleichzeitig auch die wirtschaftliche Erholung im Außenhandel nicht zu gefährden“, kommentiert der neue BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura die Werte.

Quelle: BGA-Pressemitteilung Berlin, 9. Dezember 2021 (siehe angehängte Datei: PM2621.pdf)

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