Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Ausgebremst: Beschäftigungstrend lässt im bayerischen Groß- und Außenhandel nach – LGAD-Präsident Christoph Leicher: „Unsicherheit spürbar“

29.09.2015

Die Stimmung im bayerischen Groß- und Außenhandel ist verhalten. Das zeigt eine Umfrage zum Beschäftigungstrend unter den Unternehmen dieser Wirtschafsstufe. Nur noch 60,3 Prozent der befragten Unternehmen wollen die Anzahl der Beschäftigten halten. Im Spätsommer 2014 waren das noch 74,3 Prozent.

(München, 29.09.2015) Auch wollen mehr Unternehmen Arbeitsplätze abbauen als das vor einem Jahr der Fall war. Dieser Anteil ist von 5,7 Prozent im Sommer 2014 auf 16,7 Prozent in diesem Sommer gestiegen (Abb.1).

„Die Zahlen deuten auf eine eingetrübte Stimmung im bayerischen Groß- und Außenhandel hin. Wir blicken nicht mehr ganz so optimistisch in die Zukunft“, sagt LGAD-Präsident Christoph Leicher. Gründe hierfür sind das langsamere Wachstum der chinesischen Wirtschaft sowie eine nachlassende Nachfrage in Schwellenländern wie Brasilien oder Indien. „Zudem können wir noch gar nicht abschätzen, wie sich die VW-Abgas-Affäre und der daraus resultierende Imageschaden für die deutsche Wirtschaft und den Groß- und Außenhandel im Speziellen auswirken werden“, betont Leicher.

Auch bleibt die Flüchtlings-Krise ein Thema in der öffentlichen Diskussion. Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen fordert LGAD-Präsident Christoph Leicher einen Masterplan, wie der enorme Zustrom bewältigt werden soll und wie diese Menschen in unsere Gesellschaft schneller integriert werden können: „Wir sprechen uns dafür aus, dass sich anerkannte Asylbewerber mit hoher Bleibeperspektive rasch in den Arbeitsmarkt eingliedern können, um damit auch für sich eine gesellschaftliche Perspektive zu sichern.“

Der LGAD fragt zweimal im Jahr – einmal im Sommer und einmal im Winter – den Beschäftigungstrend unter dem Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels ab und liefert damit einen wichtigen Indikator für die konjunkturelle Entwicklung der bayerischen Wirtschaft. Denn gemessen am Umsatz liegt der Großhandel in Bayern auf Platz eins, gemessen an der Beschäftigung auf Platz fünf unter allen Wirtschaftszweigen. Insgesamt sind 220.000 Mitarbeiter in den bayerischen Großhandelsunternehmen beschäftigt. Sie versorgen die Industrie, das Handwerk und den Einzelhandel mit Waren und Dienstleistungen.

Ansprechpartnerin für weitere Informationen und Anfragen:
Agnes Skutella, LGAD-Pressesprecherin, mbw | Medienberatung der Wirtschaft GmbH, 089 55178-292, agnes.skutella@mbw-team.de, www.mbw-team.de,www.facebook.com/mbw.muenchen

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