Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Tarifverhandlungen: Erste Runde im Groß- und Außenhandel ergebnislos - LGAD weist ver.di-Forderung zurück

30.04.2013

(München, 30.04.2013) In München haben die Tarifverhandlungen für die über 250.000 Beschäftigen im bayerischen Groß- und Außenhandel begonnen. Dabei wies der LGAD die Forderung der Gewerkschaft ver.di zurück: „6,5 Prozent - das passt nicht zur unsicheren wirtschaftlichen Lage im bayerischen Groß- und Außenhandel“, so Verhandlungsführer Christoph Leicher.


Leicher verwies dabei sowohl auf die allgemeinen Wachstumsprognosen als auch auf die einschlägigen Großhandelszahlen. Danach sei im Groß- und Außenhandel mit einer eher verhaltenen konjunkturellen Entwicklung zu rechnen. Generell falle es den Unternehmen schwer, zu planen, weil zum Beispiel nicht absehbar sei, wie lange der dämpfende Effekt der Eurokrise noch anhält.

Der Verhandlungsführer zeigte auf, dass das von ver.di geforderte Entgeltplus von 6,5 Prozent, mindestens aber 140 Euro für alle Lohn- und Gehaltsstufen, in einigen Fällen bis zu 8,9 Prozent Steigerung bedeute. Das sei nicht akzeptabel. Dennoch sprach er seine Hoffnung aus, dass die Tarifparteien eine schnelle und gute Einigung finden.

Die 250.000 Beschäftigten im bayerischen Großhandel sind auf rund 22.000 Unternehmen im Freistaat verteilt. Damit ist diese Tarifrunde, deren Ausgang sich auf eine Vielzahl von Beschäftigten auch in kleineren und mittelgroßen Unternehmen flächendeckend in ganz Bayern auswirkt, eine der bedeutsamsten Tarifrunden in diesem Jahr.

Die Tarifverhandlungen im bayerischen Groß- und Außenhandel werden am 23. Mai fortgesetzt.

Ansprechpartner : Joachim Schwichtenberg, LGAD-Pressesprecher,
Tel. 089/55178-387, E-Mail: joachim.schwichtenberg@mbw-team.de