Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Umfrage im bayerischen Groß- und Außenhandel: Zufrieden mit aktueller Lage, weniger optimistische Erwartungen für die zweite Jahreshälfte

08.08.2014

(München, 08.08.2014) Die derzeitigen geopolitischen Krisen außerhalb Deutschlands spiegeln sich auch in den aktuellen Umfrageergebnissen des LGAD (Landesverband Groß- und Außenhandel, Vertrieb und Dienstleistungen Bayern) wider:


Demnach schätzen die befragten Unternehmen die eigene wirtschaftliche Lage zwar aktuell als gut ein, die nicht kalkulierbaren politischen Entwicklungen trüben jedoch die Aussichten. Haben die Groß- und Außenhändler im Januar die Erwartungen an die nächsten Monate noch optimistisch mit der Note 2,86 bewertet, verschlechterte sich dieser Wert in der zweiten Jahreshälfte auf 3,05.

Insgesamt gesehen ist jedoch das derzeitige Geschäftsklima mit 2,98 fast so gut wie zu Jahresbeginn (2,92). Das liegt zum einen daran, dass der Anteil der Unternehmen, die mit Umsatz und Auftragslage aktuell (sehr) zufrieden sind, im Vergleich zum Januar um rund 20 Prozent gestiegen ist. Er liegt derzeit bei etwa 60 Prozent. Auch wollen fast 95 Prozent der befragten Groß- und Außenhändler ihr Personal halten oder sogar ausbauen – auch das, ein höherer Wert als in der letzten Umfrage (90%).

Mit der aktuellen Lage zeigt sich auch LGAD-Präsident Christoph Leicher zufrieden: „Insgesamt konnte sich der bayerische Groß- und Außenhandel im global schwierigen konjunkturellen Fahrwasser der letzten Monate sehr gut behaupten. Aber die Aussichten für die kommenden sechs Monate sind, wie unsere Umfrageergebnisse zeigen, nicht mehr ganz so optimistisch.“ Die Gründe für die zurückhaltende Einschätzung und Erwartungen der Groß- und Außenhändler dürften in den zahlreichen geopolitischen Krisen zu sehen sein, die derzeit für Zurückhaltung und Vorsicht bei den Unternehmen sorgen.

Eine dauernde Herausforderung für den Handel ist der Margendruck. „Im Winter wurde die Preisentwicklung noch von 5 Prozent der Unternehmen als ‚mangelhaft‘ und ‚ungenügend‘ beurteilt. Heute sind es dreimal so viele“, betont der LGAD-Präsident. Daneben rangieren auch Bürokratie und Lohnnebenkosten ganz oben auf der Problemliste des Groß- und Außenhandels. Leichers Forderung: „Die Regierungskoalition sollte die Rahmenbedingungen für unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern, statt neue Belastungen und Mehrkosten für die gewerbliche Wirtschaft zu schaffen.“

Der LGAD führt zweimal im Jahr – einmal im Sommer und einmal im Winter – eine Umfrage zum Geschäftsklima unter dem Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels durch. In dieser Wirtschaftsstufe sind bayernweit über 250 000 Mitarbeiter in rund 22 000 Unternehmen beschäftigt. In Summe erzielen sie einen Umsatz von 130 Milliarden Euro. Damit ist die Wirtschaftsstufe Groß- und Außenhandel die zweitstärkste Wirtschaftsgruppe nach der Industrie.

Hören Sie auch das Interview des LGAD-Präsidenten auf unserem Videokanal zur aktuellen wirtschaftlichen Lage im Bayerischen Groß- und Außenhandel: http://lgad.de/pages/posts/aktuelle-lage-im-bayerischen-groDF-und-auDFenhandel-2014-zufriedenstellend-aber-zurFCckhaltende-stimmung-fFCr-die-kommenden-monate2120.php

Ansprechpartnerin für Vereinbarung von Interviewterminen sowie für weitere Informationen:
Agnes Skutella, Stv. LGAD-Pressesprecherin, Tel. 089/55178-292,
E-Mail: agnes.skutella@mbw-team.de, http://www.mbw-team.de, www.facebook.com/mbw.muenchen

 

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