Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

Landesverband Groß-­ und Außenhandel, Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

Mitgliederbereich
 
Außenhandel

Außenhandel

Die Entwicklung der Weltwirtschaft hin zu einer immer engeren Verzahnung von internationaler Produktion und Wertschöpfung hat auch den Groß- und Außenhandel in Bayern in den letzten Jahrzehnten stark verändert. 

Ein Großteil unserer Mitgliedsunternehmen ist  im Import- und Exportgeschäft tätig. Dem bayerischen Groß- und Außenhandel ist es in dieser Entwicklung gelungen, ein wichtiges Drehkreuz weltweiter Warenströme zu werden und an der Globalisierung aktiv und erfolgreich beteiligt zu sein.

Als Unternehmerverband vertritt der LGAD die Interessen der bayerischen Außenhändler. Grundmaxime dabei ist, das vorbehaltlose Eintreten für einen fairen Welthandel auf der Grundlage eines freien und uneingeschränkten Wettbewerbs der Unternehmen und Standorte.

Folgende Leistungen bieten wir unseren Mitgliedern an:

  • Interessenvertretung bayern-, deutschland- und EU-weit
  • Informations- und Erfahrungsaustausch im LGAD-Außenhandelsausschuss
  • Kontaktvermittlung zu Außenhandelsexperten im In- und Ausland
  • Vermittlung von Außenwirtschaftsförderprojekten
  • Betreuung in außenwirtschaftlichen Fragen
  • Vermittlung von Geschäftskontakten weltweit


Um seine Außenhandelsunternehmen im rasanten Veränderungsprozess der Globalisierung zu unterstützen, bietet der LGAD in Kooperation mit dem Bundesverband des Deutschen Exporthandels (BDEx) eine breite Palette an Informations- und Beratungsangeboten, u.a. eigene Erfa-Gruppen wie den Arbeitskreis Zoll, den Arbeitskreis Exportkontrolle sowie den Arbeitskreis Außenhandelsfinanzierung.

Der LGAD wirkt auch im Netzwerk der bayerischen Außenwirtschaftsförderung mit, ist unter anderem im "Ausschuss des Messebeteiligungsprogramms" des Bayerischen Wirtschaftsministeriums vertreten. 

Wir arbeiten auch mit deren Gesellschaft für Internationale Wirtschaftsbeziehungen - Bayern International - zusammen, welche die Außenwirtschaftsförderprojekte des Freistaats, wie Messebeteiligungen, Delegations- und Unternehmerreisen sowie alle Arten von Projekten der Import- und Exportanbahnung organisiert. 

Weiterhin ist das Außenwirtschaftszentrum der bayerischen IHKn unser Kooperationspartner in Sachen Markterschließung mit dem Ausland.

Aktuelles
Veranstaltungen
Fachberichte/Positionen/Studien
BGA-Außenwirtschaftsreport
Außenwirtschaftsförderung
LGAD-Außenhandelsausschuss
Aktuelles zum BREXIT
  • 01.12.2018  Im Dissens vereint - G20-Gipfel hinterlässt eine gemischt Bilanz

    BGA-Präsident, Dr. Holger Bingmann, äußerte sich angesichts der spärlichen Ergebnisse zum G20-Gipfel.

  • 24.10.2018  China's Lebensmittelimporte wachsen

    China fordert zunehmend mehr Nahrungsmittel. Die EU kann als Chinas größter Lebensmittellieferant von dieser hervorragenden Möglichkeit zur Vermarktung ihrer Produkte in Asien profitieren. Chinas Mittelschicht wächst – und mit ihr der Bedarf an ausländischen Lebensmitteln.

  • 17.10.2018  EU-Beitritt war förderlich für den Handel mit Osteuropa

    Das ifo-Insitut in Dreseden veröffentlicht Zahlen zum Handel mit Osteuropa: Die Integration der Staaten Mittel- und Osteuropas in die Europäische Union hat sich positiv auf die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und den Beitrittsländern ausgewirkt.

  • 02.10.2018  Einigung auf NAFTA-Nachfolgeabkommen ist ein Lichtblick

    Der deutsche Groß- und Außenhandel begrüsst das neue Freihandelsabkommen zwischen Kanada, den USA und Mexiko. Es zeigt, dass man mit Präsident Trump doch noch Verträge schließen kann.

  • 31.08.2018  Steuerliche Rahmenbedingungen für Importe verbessern

    Logistikunternehmen aus Deutschland sind gut aufgestellt, wenn es um die Einfuhr von Waren außerhalb der EU in den heimischen Markt geht. Doch eine steuerliche Regelung benachteiligt den Standort.

  • 19. März - München: “Die WestchinaMesse als Tor zum zentralchinesischen Markt“

    19.03.2018 in München

    Schon seit vielen Jahren profitiert die zentralchinesische Provinz Sichuan von der „Go-West Initiative“ der chinesischen Regierung. Einen zusätzlichen Schub erhält die Region durch Chinas Projekt der „Neuen Seidenstraße“, in dessen Mittelpunkt unter anderem Sichuan steht.

  • 8. Mai - Lindau: 3. IHK-Mittelmeer-Wirtschaftskonferenz

    08.05.2018 in Lindau am Bodensee

    Auch in diesem Jahr rückt die IHK Schwaben mit der 3. IHK-Mittelmeer-Wirtschaftskonferenz am Dienstag, 8. Mai 2018 die Region in den Fokus.

  • 22. Februar – Nürnberg: Transportverlagerung auf die Schiene – Unterstützung für Unternehmen

    22.02. - 22.02.2018 in Hafen Nürnberg-Roth GmbH, Rotterdamer Straße 2, 90451 Nürnberg

    Der CNA e.V. -Center for Transportation & Logistics Neuer Adler lädt ein zu einer Diskussionsveranstaltung über die betriebswirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Bedeutung des Kombinierten Verkehrs.

  • 12. April - Berlin: MENA Business Forum

    12.04. - 12.04.2018 in Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V. (DIHK), Breite Straße 29, 10178 Berlin

    Am 12. April 2018 findet das MENA Business Forum im Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin statt. Zu der englischsprachigen Konferenz, die von DIHK und den deutschen Auslandshandelskammern (AHK) aus Nordafrika, Nah- und Mittelost organisiert wird, werden rund 350 Gäste aus Deutschland und der Region Nordafrika, Nah- und Mittelost erwartet. Der BGA unterstützt die Veranstaltung als Partner.

  • 20. Februar - München: Wirtschaftsdialog Europa – Die Zukunft der EU aus deutsch-französischer Sicht

    20.02. - 20.02.2018 in IHK für München und Oberbayern, Balanstraße 55-59, 81667 München | Konferenzzone

    Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung soll die Zukunft der Europäischen Union stehen, deren Mitgliedstaaten derzeit eine Art „Selbstfindungsprozess“ durchlaufen, bei dem es entweder um „mehr Europa“ oder „mehr Nationalstaat“ geht.

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Der BGA-Außenwirtschaftsreport gibt einen regelmäßigen Überblick über die Außenhandelsaktivitäten des BGA (Außenhandelsausschüsse und Arbeitskreise, Kongresse, Delegationsreisen u.v.m.) sowie über die aktuelle EU-Handelspolitik, wie WTO-Verhandlungen, Zoll- und Einfuhrregelungen, Handelsschutzinstrumente etc.

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Exportprogramm 2019 der alp Bayern für die bayerische Ernährungswirtschaft
Im Rahmen ihrer Exportoffensive für die bayerische Ernährungswirtschaft plant die alp Bayern für 2019 wieder eine Reihe interessanter Absatzfördermaßnahmen in wichtigen Zielländern weltweit. Das aktuelle Exportprogramm mit allen Terminen finden Sie hier.

LGAD-Außenhandelsausschuss

Mitglieder haben die Möglichkeit, sich mehrmals im Jahr im Kreise des Außenhandelsausschusses über aktuelle, praxisbezogene Themen zu informieren und auszutauschen. An den Veranstaltungen kann jedes Mitgliedsunternehmen teilnehmen. Diese kündigen wir rechtzeitig hier unter "Veranstaltungen" an.

Der Außenhandelsausschuss ist ein gewähltes Gremium des Verbandes, das alle Fragen des Außenhandels behandelt und die Arbeit des Hauptamtes unterstützt.

Update vom 20.12.2019: Britische Unterhauswahlen besiegeln Brexit im Januar

Die britischen Unterhauswahlen am 12. Dezember 2019 haben den Tories von Premierminister Boris Johnson eine komfortable absolute Mehrheit beschert. Die Konservative Partei erzielte 365 von 650 Mandaten und hat damit eine Mehrheit von 80 Sitzen gegenüber den übrigen Parteien.

Jeremy Corbyn und seine Labour Partei kamen bei ihrem schlechtesten Abschneiden seit 1935 auf lediglich 203 Sitze. Die Liberaldemokraten, die wie keine andere Partei im Vereinigten Königreich für einen Verbleib in der EU eintraten, erzielten nur 11 Mandate und blieben damit deutlich hinter den seit den Wahlen zum Europäischen Parlament hoch gesteckten Erwartungen zurück.

Gewinne verbuchen konnte hingegen die Scottish National Party (SNP), die ab jetzt in vielen Gebieten Schottlands die Abgeordneten stellt und deren Erfolg die Unabhängigkeitsbestrebungen der Schotten bereits neu angefacht hat. Ohne wesentlichen Einfluss auf den Wahlausgang war die Brexit Partei von Nigel Farage, deren Mitglieder mutmaßlich fast geschlossen für Boris Johnson votiert haben.

Premierminister Johnson versucht, noch am Freitag eine Zustimmung für sein Brexit Abkommen im Unterhaus zu erhalten. Danach sollte einem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU zum 31.01.2020 nichts mehr im Wege stehen.

Damit ist die Gefahr eines ungeregelten Brexit zunächst gebannt. Betroffene Bürgerinnen und Bürger diesseits und jenseits des Ärmelkanals können sich damit auf die im Austrittsabkommen festgelegten Rechte einstellen. Wirtschaft und Gesellschaft können zudem zumindest bis Ende 2020 verlässlich planen. Denn bis dahin wird durch die vereinbarte Übergangsphase das jeweils geltende Unionsrecht weiterhin im und auf das Vereinigte Königreich Anwendung finden.

Zeit zum Durchatmen bleibt für die Beteiligten nicht, denn diese Zeit ist sehr knapp bemessen, um die künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich abschließend zu regeln. Eine einmalige Verlängerung der Übergangsphase bis spätestens 2022 ist nach dem Austrittsabkommens möglich. Allerdings berichtete bereits die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungsquellen, dass Johnson offenbar eine Verlängerung der Übergangsphase nach dem Brexit gesetzlich ausschließen möchte. Mit solch einem Gesetz wäre die Gefahr eines ungeregelten Brexits wieder real und die Zeit bis Ende 2020 nur die Ruhe vor dem (erneuten) Sturm.

Beim Europäischen Rat am 13.12. in Brüssel nahmen die Staats- und Regierungschefs der EU-27 Schlussfolgerungen an, in denen die Gipfelteilnehmer ihren Wunsch nach einem geordneten Brexit und einer engen künftigen Beziehung zum Vereinigten Königreich nochmals bekräftigen. Ausgangspunkt für die Verhandlungen soll die mit den Briten vereinbarte politische Erklärung zum Rahmen der künftigen Beziehungen sein. Besondere Bedeutung werden weiterhin einem ausgewogenen Verhältnis von Rechten und Pflichten sowie fairen Wettbewerbsbedingungen beigemessen.

Der EU-Kommission soll schnellstmöglich das Mandat für die Verhandlungen erteilt werden, die dann vom Europäischen Rat, dem Rat für Allgemeine Angelegenheiten, dem Ausschuss der Ständigen Vertreter und einer hierfür eingesetzten Arbeitsgruppe begleitet werden

Die Übergangsphase vom 1. Februar 2020 bis 31. Dezember 2020
Die EU und Großbritannien nutzen derzeit die Übergangsphase zur Aushandlung eines Freihan-delsabkommens. Während der Übergangsphase ändert sich für Unternehmen nichts bei

  • Anerkennung von Berufsqualifikationen
  • Warenverkehr, Zoll
  • Markenrecht
  • Arbeitnehmerentsendung.

Die Zollfragen werden sich in jedem Fall nach der Übergangsfrist ändern. Wenn Sie Waren ver-senden, sollten Sie sich bei den Zollbehörden registrieren, um eine EORI-Nummer zu bekommen. Grundsätzlich empfehlen wir, Zollfragen an einen Anbieter zu vergeben.

Inhaber einer EU Marke / eines EU Geschmacksmusters / Sortenschutzrechts, die bis zum Ende der Übergangsphase gewährt wurden, erhalten ein nationales Schutzrecht in UK für dieselben Güter / Dienstleistungen, und zwar automatisch, ohne erneute Prüfung, und unentgeltlich.
Arbeitsnehmerentsendung, Sozialversicherung: A1-Bescheinigungen werden nur noch bis zum bekannten nächstmöglichen Austrittsdatum Großbritanniens ausgestellt.

Freihandelsabkommen
In Freihandelsabkommen verzichten die Vertragspartner untereinander auf Handelshemmnisse. Großbritannien sieht das CETA (Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada) als gute Grundlage für ein Abkommen zwischen sich und der EU.

Die Inhalte werden im Laufe dieses Jahres verhandelt. In der politischen Erklärung wurden folgende relevante Punkte, die dort Eingang finden könnten, erwähnt (Aufzählung Quelle gtai):

  • „Ehrgeizige, umfassende und ausgewogene Vereinbarungen zum Handel mit Dienstleistungen“ – unter Achtung des Regelungsrechts jeder Partei
  • Liberalisierung des Handels „weit über die aus der WTO Mitgliedschaft folgenden Verpflichtungen hinaus“ und in Anlehnung an moderne Freihandelsabkommen
  • „breite Sektorenabdeckung“, Regelung aller Erbringungsarten, im Wesentlichen keinerlei Diskriminierung in den erfassten Sektoren – ggfs. Ausnahmen 
  • Marktzugang und Inländerbehandlung – nach den Regeln des Aufnahmestaats
  • Vorübergehende Einreise und Aufenthalt für Geschäftsreisende
  • Regulierung soll „transparent, effizient und weitestmöglich kompatibel“ sein, außerdem keine unnötigen Anforderungen aufstellen
  • Freiwillige Kooperation bei der Regulierung – unter Wahrung der Regelungsautonomie
  • Vorbedingung für alle Arrangements betreffend berufliche Mobilität: Gleichbehandlung aller EU-Mitgliedstaaten und Gegenseitigkeit
  • „Die Parteien streben an“: visumsfreies Reisen für Kurzaufenthalte. Die Parteien „vereinbaren […] zu prüfen“: Behandlung der Koordinierung der sozialen Sicherheit sowie Einreiseerleichte-rungen. No deal
Im Fall eines "no deal" wird Großbritannien zum Drittland, wo WTO-Regeln zur Anwendung kommen werden, das bedeutet u.a.:
  • Regelung des freien Marktzugangs und des Diskriminierungsverbots
  • Gewährung des Marktzugangs im Rahmen von länder- und branchenspezifischen Ausnahmen
  • Vereinbarungen eines Freihandelsabkommens sind deckungsgleich mit den WTO-Regeln, der Marktzugang aber stark reguliert, Beispiel: Der Marktzugang für Bauunternehmen ist nicht frei, Ausnahmen müssen eingereicht und zertifiziert werden.
  • Arbeitsnehmerentsendung, Sozialversicherung: Bei einem no deal ist die Entwicklung nicht klar. Das oft erwähnte deutsch-britische Sozialversicherungsabkommen von 1960 kommt vermutlich nicht zur Anwendung. Die britische Regierung hat darüber informiert (Stand November 2019), dass Arbeitnehmer, die in einem EU/EWR Mitgliedstaat oder der Schweiz beschäftigt sind, keine Sozialversicherungsabgaben im Vereinigten Königreich zahlen müssen, wenn sie in UK für einen begrenzten Zeitraum unter bestimmtem Bedingungen tätig sind.
  • Zoll: Es kommen WTO-Tarife zur Anwendung

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