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Konjunktur/Zahlen/Analyse

Konjunktur/Zahlen/Analysen/Studien

Die konjunkturelle Entwicklung im Groß- und Außenhandel in Bayern, Deutschland und auf den Weltmärkten unterliegt laufenden Veränderungen. Um Ihnen einen kompakten Überblick zu geben, stellen wir aktuelle Umfrageergebnisse, Statistiken und Marktdaten zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung zur Verfügung.

Aktuelles
Veranstaltungen
Konjunkturbarometer Bayer. Groß- und Außenhandel
Konj.barometer Dt. Großhandel
Trends&Analysen Dt. Großhandel
Barometer B2B Dienstleistungen
Studie "Der Großhandel Bayern"
Studie 2021 "Die zukünftige Systemrelevanz d. bayer. Großhandels"
  • 25.05.2018  Abwärtstrend beim ifo Geschäftsklima gestoppt

    Der Abwärtstrend beim ifo Geschäftsklima ist gestoppt. Der Index liegt im Mai unverändert bei 102,2 Punkten. [1] Zuletzt war er fünf Monate in Folge gefallen.

  • 30.04.2018  ifo: USA erwirtschaften Überschuss gegenüber EU

    Der ifo-Handelsexperte Gabriel Felbermayr bewertet den transatlantischen Zollstreit als „schwerste handelspolitische Krise der Nachkriegszeit, ganz egal, ob US-Präsident Donald Trump Zölle auf 186 europäische Stahl- und Aluminiumartikel erhebt oder nochmal Aufschub gewährt“.

  • 25.04.2018  ifo: Geschäftsklima trübt sich weiter ein

    Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im April den fünften Monat infolge verschlechtert.

  • 13.04.2018  Regionale Ungleichheit in Deutschland laut ifo-Institut gesunken

    Die regionale Ungleichheit in Deutschland ist gesunken. Das geht aus einer neuen Analyse des ifo Institutes hervor, die in seiner Zeitschrift Schnelldienst erschienen ist.

  • 14.03.2018  Zum Start der neuen Bundesregierung

    "Nun geht es endlich los! Vor der neuen Bundesregierung liegen vielfältige große Aufgaben in Europa, der Welt und auch hierzulande", sagt BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann zur Bildung der neuen Regierung.

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Zweimal im Jahr befragt der LGAD Bayern in einer Online-Erhebung zusammen mit dem Bundesverband BGA seine Mitgliedsunternehmen nach deren Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage sowie den Erwartungen für die kommenden sechs Monate im bayerischen Groß- und Außenhandel.

Mit einem Umsatz von etwa 218,5 Milliarden Euro, 343.400 Beschäftigten und etwa 25.800 Unternehmen im Jahr 2017 ist der Großhandel in Bayern eine der wichtigsten Großhandelsregionen in Deutschland und somit wichtiger Partner für vor- und nachgelagerte Wirtschaftsstufen.

Der für Bayern von LGAD und BGA erstellte regionale Klimaindikator basiert auf der repräsentativen Umfrage bei den Unternehmen des Großhandels vom Dez.2019/Jan.2020. Er spiegelt sowohl die aktuelle Lage als auch die Geschäftserwartungen der Großhändler in Bayern. Werte über 100 stellen ein positives Stimmungsbild, Werte unter 100 Punkte ein negatives Stimmungsbild dar

Wir liefern damit einen wichtigen Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Bayern. Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage vom Dezember 2019 finden Sie nachfolgend zusammengefasst.

LGAD-Konjunkturbarometer 1.Halbjahr 2020

 
 

Der Klimaindikator für den Großhandel in Bayern konnte sein Niveau mit aktuell 101,1 Punkten halten, nachdem er noch im ersten Halbjahr 2019 stark absank.

Insgesamt gibt der Indikator marginal um 0,8 Punkte nach. Somit bleibt die Stimmung bei den Großhändlern trotz turbulenter wirtschaftlicher Zeiten stabil neutral. Der BGA-Klimaindikator des Großhandels auf Bundesebene liegt dabei im Vergleichszeitraum bei 96,9 Punkten. Damit bewerten die Großhändler ihre Lage in Bayern besser als auf Bundesebene.

Standarddatei
Standarddatei

Verantwortlich für das bessere Ergebnis ist nach der Unternehmensumfrage zum Jahreswechsel 2019/20 sowohl die positive Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die der Geschäftserwartungen. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage liegt in Bayern bei 103,3 Punkten, auf Bundesebene bei 99,7 Punkten. Die Bewertung im südlichen Bundesland sinkt jedoch leicht um 2,1 Punkte. Dabei ist das leichte Absinken auf niedrigere Bewertungen der Kapazitäten und Auftragseingänge sowie der Investitionen zurückzuführen, obwohl die Bewertung der allgemeinen Geschäftslage steigt.

Die Geschäftserwartungen im 1. Halbjahr 2020 werden von den bayrischen Großhändlern um 0,7 Punkte höher eingeschätzt als noch im Sommer 2019 (98,3 Punkte). Der Wert steigt damit auf 99,0 Punkte und liegt nahe dem neutralen Niveau. Die Großhändler schauen nach wie vor skeptisch in die Zukunft. Die Bewertungen der Erträge und Investitionen sind nach wie vor negativ. Der Wert der Geschäftserwartungen auf Bundesebene liegt im Vergleich bei 94,1 Punkten. Für die Großhandelsbranche insgesamt bleiben die Großhändler in Bayern damit eine wichtige Konstante.

Kapazitätsauslastung und Auftragseingänge: sinkend
Die Großhändler in Bayern bewerteten in der Umfrage zum Jahreswechsel 2019/2020 die aktuellen Kapazitätsauslastungen und Auftragseingänge auf einem ähnlich negativen Niveau. Die Auftragseingänge sanken in ihrer Gesamtheit von -9 Punkten um 8 Punkte auf -17 Punkte. Die Bewertung der Kapazitätsauslastung sank von 5 Punkten um 20 Punkte auf ein Niveau von -15 Punkten.

LGAD & BGA sehen in dieser Beurteilung der Lage durch die Großhändler eine Eintrübung der Gesamtsituation. Die Entwicklung der einzelnen Komponenten auf regionaler Ebene folgt der Bundesebene. Der Abstand zwischen höher bewerteten Kapazitätsauslastungen und Auftragseingängen in der Vergangenheit führte zu einem angleichen beider realwirtschaftlichen Niveaus.

Es wurden mehr Aufträge abgearbeitet als in der Tendenz neue eingeworben wurden. LGAD & BGA gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch in 2020 zunächst fortsetzen dürfte.

Kapzitätsauslastung

Investitionstätigkeit: gesunken, aber robust

Die Großhändler in Bayern beurteilen zum Jahreswechsel das aktuelle Investitionsniveau negativer als noch ein Halbjahr zuvor. Der aktuelle Wert sinkt von 22 Punkten um 7 Punkte auf 15 Punkte. Trotz des Absinkens befinden sich damit die gegenwärtigen Investitionen in einem robusten Bereich.

Der Wert für das zukünftige Niveau dagegen steigt nach einem sehr eingetrübten Sommer 2019 (-34 Punkte) auf ein positiveres Niveau mit -15 Punkten (+ 19 Punkte). Den Abstand zwischen aktuellem und zukünftigem Wert, beurteilt der BGA als Ausdruck der Unsicherheiten über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und bestehender ausreichender Kapazitäten, um Aufträge abzuarbeiten.

Investitionstätigkeit

Wirtschaftspolitische Prioritäten: Verlässlichkeit der Politik
Der wirtschaftliche Aufschwung der zurückliegenden Jahre hat deutlich an Dynamik eingebüßt. Die Ursachen dafür sind vielfältig und lassen sich nicht mit wirtschaftspolitischen Strohfeuerprogrammen beheben. Milliardenschwere Konjunkturmaßnahmen und eine damit einhergehende erneute Verschuldung sind keine zielführende Lösung. Vielmehr ist aus Sicht des BGA ist vor dem Hintergrund verschiedener Warnsignale eine Wirtschaftspolitik erforderlich, in deren Mittelpunkt die Beschleunigung von Investitionen und ein attraktiver Rahmen für unternehmerisches Handeln stehen.

Solide Finanzen müssen dabei das Fundament staatlichen Handels bleiben. Sieben von zehn Unternehmen in Bayern unterstützen den politischen Kurs, die Haushaltskonsolidierung fortzusetzen und keine neuen Schulden zu machen. Auch mit ausgeglichenen Haushalten können für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Anreize gesetzt werden.

Für die Großhändler in Bayern hat eine verlässliche Politik dabei den höchsten Einfluss auf die Standortqualität. Weitere wichtige fachpolitische Themen wie die Beseitigung des Fachkräftemangels, die Steuerbelastung als auch die Mobilität und Infrastruktur und die Digitalisierung sind aus Sicht der Unternehmen zentrale Faktoren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Erwartungen
 
 

Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage

Auf die Frage "Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage hinsichtlich Umsatz, Gewinn und Auftragslage?" antworteten:


Winter Dez. 2019 / Jan. 2020

Prozent

UMSATZ
gestiegen 32,43
gleichbleibend 29,73
gefallen 37,84

GEWINN
gestiegen 23,68
gleichbleibend 32,89
gefallen 43,42

AUFTRAGSLAGE/-EINGÄNGE
verbessert 19,18
nicht verändert 45,21
verschlechtert 35,62

Von den vier abgefragten Bereichen wurden alle negativer bewertet als noch zum Sommer 2018.

 
 

Beurteilung der Erwartungen für das 1. Halbjahr 2020

Auf die Frage "Welche Erwartungen haben Sie für die nächsten 6 Monate hinsichtlich Umsatz, Gewinn, Preisentwicklung und Auftragslage" antworteten:


Winter Dez. 2019

UMSATZ (in Prozent)
verbessern 32,38
gleich bleiben 51,95
verschlechtern 24,68

GEWINN (in Prozent)
verbessern 15,79
gleich bleiben 55,26
verschlechtern 28,95

PREISENTWICKLUNG (in Prozent)
steigen 30,56
etwa gleich bleiben 56,94
fallen 12,50

AUFTRAGSLAGE/-EINGÄNGE (in Prozent)
gut 26,03
befriedigend 60,27
schlecht 13,70
DURCHSCHNITT:
 
 

Einschätzung der Beschäftigung im 1. Halbjahr 2020

Auf die Frage, ob Unternehmen deren Beschäftigte und Azubis im Laufe des Jahres erhöhen, gleich lassen oder senken wollen, antworteten die Befragten folgendermaßen:

Beschäftigung Winter Dez. 2019 / Jan. 2020

Anzahl der Beschäftigten (in Prozent)
erhöhen 16,7 %
gleich lassen 79,6 %
senken 3,7 %

Anzahl der Azubis (in Prozent)
erhöhen 14,8 %
gleich lassen 77,8 %
senken 7,4 %
Beschäftigungspolitik 2019
 
 

Zur aktuellen Winter-Umfrage 2019/2020 liegt auch eine Pressemitteilung sowie ein Interview vor.

BGA Konjunkturbarometer Großhandel Deutschland

Mit dem BGA-Konjunkturbarometer Großhandel informieren wir Sie über die aktuellen Zahlen aus dem deutschen Produktionsverbindungs- und Konsumgüterhandel. Weiterhin finden Sie Statistiken über allgemeine Wirtschaftszahlen, das Konsumklima, Preisniveau, Produktionsindizes, Auftragseingänge, Arbeitsmarkt- und  Beschäftigungssituation, u.v.m.

2021
2020
2019
2018
2017
2016
2015
2014
2013
2012

In den halbjährlichen Ausgaben von „Trends & Analysen“ bewertet der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) die wirtschaftliche Entwicklung im deutschen Großhandel. Behandelt werden die Entwicklung der Umsätze, der Verkaufspreise, der Investitionstätigkeit und der Beschäftigungsituation – ergänzt um Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung in den internationalen Wirtschaftsräumen. Die jeweils aktuelle Ausgabe ist für Mitglieder gebührenfrei im Mitgliederbereich abrufbar. Nichtmitglieder können diese gegen eine Schutzgebühr erwerben.

Der Inhalt an dieser Stelle steht nur den LGAD-Mitgliedern zur Verfügung.
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BGA Konjunkturbarometer B2B Dienstleistungen

Der Konjunkturbarometer zu B2B Dienstleistungen des Bundesverbandes BGA erscheint  2-3 Mal jährlich.

Die Studie "Der Großhandel in Bayern - Marktstruktur und Digitalisierung" ist ein Gutachten des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, initiert vom LGAD Bayern e.V. und durchgeführt von der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS

Groß- und Außenhandel in Bayern – Drehscheibe der Wirtschaft

Die Markt- und Strukturdaten der Wirtschaftsstufe Groß- und Außenhandel in Bayern wieder auf einen aktuellen Kenntnisstand zu bringen, war ein Ziel der von uns initiierten Studie „Der Großhandel in Bayern – Marktstrukturen und Digitalisierung“. Nur mit einer fundierten Datenbasis können wir die enorme Bedeutung unserer Wirtschaftsstufe innerhalb der internationalen Wertschöpfungsketten für uns selbst, aber auch in der Öffentlichkeit bewusst machen.

Als intermediärer Handel ist unsere Wirtschaftsstufe integraler Bestandteil unternehmens- und regionenübergreifender Wertschöpfungsketten. Mittelständisch geprägt versorgen unsere Unternehmen in einem engmaschig geknüpften und flexiblen Netz unsere hochentwickelte Volkswirtschaft mit Waren und Dienstleistungen und sind so Garant für die hohe Leistungsfähigkeit des Mittelstands. Sie sichern damit die Wettbewerbsfähigkeit von Industrie und Handwerk und sorgen über den Einzelhandel für Versorgungsvielfalt und -sicherheit beim Endkunden und Konsumenten.

Die Geschäftsmodelle der Wirtschaftsstufe Groß- und Außenhandel erfüllen von jeher eine wichtige und unver-zichtbare Funktion und passen sich laufend sich verändernden Märkten und Marktsituationen an.

Die Ergebnisse der Studie liegen nun vor und die zentralen Aussagen belegen, der Großhandel ist stabil in seinen Erfolgsmustern, dynamisch in der Marktentwicklung und digital in der Zukunft. Neue digitale Technologien und digitalisierte Prozesse werden die Arbeits- und Wertschöpfungsprozesse sowie das Leistungsprofil des Groß- und Außenhandels zum Teil grundlegend verändern und werden somit zu wichtigen Erfolgsfaktoren im harten Wettbewerb. Damit stellt die Digitalisierung der Arbeitswelt eine Herausforderung für uns dar, die es anzunehmen gilt.

Stellen wir uns also auf diese Veränderungen ein. Die vorliegenden Studienergebnisse und neuen Erkenntnisse sollen dabei Orientierung und Unterstützung geben, um unsere Unternehmen weiter fit für die Zukunft zu machen! Unser Dank gilt dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie für die Förderung der Studie sowie dem Fraunhofer Institut für die gelungene Arbeit. Denn ein gut aufgestellter Groß- und Außenhandel ist und bleibt ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten bayerischen Wirtschaft.

Beiliegend finden Sie die 2. aktualisierte und erweiterte Ausgabe des Gutachtens (Stand Februar 2016)

In unserer hochspezialisierten arbeitseiligen Volkswirtschaft ist der in über 70 Branchen tätige Großhandel eine wichtige Drehscheibe im Warenverkehr. Als Intermediär mit tiefem und breitem Produktangebot – ergänzt um Dienstleistungen und Services – verknüpft er Hersteller- und Abnehmerseite im B2B-Geschäft.

Die heutige Stellung im Markt gilt es zu hinterfragen und die künftigen Chancen und Risiken für den Großhandel vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Digitalisierung zu beleuchten.

Deshalb haben wir gemeinsam mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und mit Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie die IW Consult GmbH mit einer Studie beauftragt, die die heutige und künftige Bedeutung des Großhandels als Wirtschaftsstufe analysieren und Handlungsoptionen aufzeigen soll. Dabei geht es insbesondere darum, die Auswirkungen des digitalen Wandels und die zunehmende Bedeutung der Plattformökonomie zu berücksichtigen.

Studiendesign

Auf Basis der vorhandenen Sekundärstatistik wurden die Leistungsdaten der Wirtschaftsakteure analysiert. In einer weiterführenden Analyse erfolgte eine repräsentative Umfrage bei Unternehmen aller Wirtschaftsstufen sowie eine gesonderte Befragung bei Großhandelsunternehmen. Relevante Fragestellungen wurden durch Experteninterviews ergänzt. Dabei stand die Bedeutung der Funktionen des Großhandels im Vordergrund.

Studienergebnisse

Der Großhandel ist heute systemrelevant und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Gut 20 Prozent aller Vorleistungen werden über ihn beschafft oder abgesetzt. Selbst mittelständisch geprägt ist er stabiler Beschaffungs- und Absatzkanal insbesondere für die vielen Mittelständler in unserer Wirtschaft. Im letzten Jahrzehnt konnte er seine Produktivität erheblich steigern, hat hoch qualifiziertes Personal und ist in nahezu allen städtischen und ländlichen Regionen vertreten.

Ein Fortschreiben dieser Erfolgsstory wird aber nicht selbstverständlich sein. Viele Großhändler sehen ihre künftige Bedeutung kritischer als die anderen Marktteilnehmer und sind daher verunsichert. Auf Basis der Trends und Treiber des stattfindenden digitalen Wandels werden mögliche Zukunftsszenarien beschrieben und Handlungsoptionen aufgezeigt. Die Chancen und Risiken in der Ein- bzw. Ausschaltung des Großhandels für die beschaffenden und absetzenden Unternehmen werden erstmals in einer Studie qualitativ dargestellt.

Lösungen und Chancen

Für die Unternehmen unserer Wirtschaftsstufe gilt es, sich stärker auf die eigenen Stärken zu besinnen und dabei die Trends und Treiber des Strukturwandels konsequent zu nutzen. Absatz- und Beschaffungskanäle sind weiter zu digitalisieren sowie Prozesse und Integration in digitalisierte Wertschöpfungsketten zu optimieren. Nur so kann es gelingen, sich der Gefährdung durch dominante Plattformriesen, sog. Market-Maker, zu entziehen.

Die Erweiterung des Produktangebotes durch eigenständige Dienstleistungen und Services zu einem kundenindividuellen Lösungspaket bietet weitere Chancen für die Großhändler. Das kann als wichtiger Differenzierungsfaktor bzw. USP gengenüber dem Wettbewerb auch zur Erschließung neuer Wachstumsmöglichkeiten beitragen. Lieferanten und Kunden des Großhandels müssen jedoch von dem Nutzen überzeugt werden.

Fazit

Bemerkenswerterweise wird in den Befragungsergebnissen eine signifikante Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdeinschätzung der Bedeutung der Großhandelsfunktionen sichtbar. Damit wird einmal mehr die Problematik der mangelnden Wahrnehmung dieser Wirtschaftsstufe in der Öffentlichkeit deutlich.

Für uns als Vertretung der Interessen unserer Großhändler ist es sehr wichtig, einen internen und externen Diskussionsprozess in Gang zu bringen, um die Systemnotwendigkeit des Großhandels zu verdeutlichen. Auch die Politik und deren Entscheidungsverantwortliche sind gefragt, die Notwendigkeit dieser Wirtschaftsstufe vor allem auch zum Erhalt einer mittelständisch geprägten Wirtschaftsstruktur in ihren Entscheidungen zu beachten.

Letztendlich sind alle Wirtschaftsakteure in ihrem täglichen Handeln gefordert, unsere gut funktionierende Wirtschaftsstruktur zu unterstützen, um nicht am Ende ähnliche Strukturverwerfungen wie im Einzelhandel den Weg zu bereiten.

Unser Dank gilt allen, die zu den Studienergebnissen beigetragen haben, insbesondere der IW Consult GmbH für die Durchführung, dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie für die Förderung sowie der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft für die Beteiligung an der Studie.

Wir wünschen Ihnen viele nutzbringende Erkenntnisse beim Lesen der Studie.

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