Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

Landesverband Groß-­ und Außenhandel, Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

Mitgliederbereich
 

Neue Technologien / Digitalisierung

Die digitale Revolution ist voll im Gange: Heute, nicht erst morgen - das digitale Zeitalter ist jetzt, und dies in allen Lebensbereichen.

Insbesondere die Arbeitswelt verändert sich durch die Entwicklung der innovativen digitalen Technologien rasant. Die Unternehmens-verantwortlichen stehen im Rahmen ihrer Geschäfts- und Führungstätigkeit vor vielfältigen Herausforderungen und neuen Chancen, selbstverständlich auch in den Unternehmen des Bayerischen Groß- und Außenhandels.

Weitere Informationen über Förderprogramme, Studien sowie unserem Angebot "LGAD-Unternehmer Talk-Digital" finden Sie in nachfolgenden Registern.

Bayern  Digital                        
Fachberichte/Positionen/Studien
LGAD-Unternehmer Talk-Digital

Bayern ist ein starker Standort der Informations- und Kommunikationstechnologie. Nach der aktuellen EU-Kommissionsstudie ist München europäischer IT-Leuchtturm, noch vor London und Paris. Mit neuen Investitionen in Milliardenhöhe soll dieser Vorsprung ausgebaut werden.

Mit der Strategie BAYERN DIGITAL macht die Bayerische Staatsregierung den Freistaat zur Leitregion für den digitalen Aufbruch. Dabei investiert die Bayerische Staatsregierung allein in 2017 und 2018 bis zu 2,5 Milliarden Euro in die Digitalisierung in Bayern.

Alle Maßnahmen, Projekte und Informationen dazu finden Sie online auf www.stmwi.bayern.de/digitalisierung/bayern-digital


Zentrum Digitalisierung Bayern (ZD.B)

Soll die Digitalisierung der Wirtschaft und ganzer Lebenswelten gelingen, kommt es entscheidend darauf an, dass Forschung und Unternehmen so eng wie möglich zusammenwirken. Um den Wissens- und Technologietransfer von Forschungsergebnissen in Anwenderbranchen in Zukunft noch effizienter zu erreichen, hat Bayern das Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) gegründet.

Förderangebote Digitalisierung
Hier erhalten Sie einen ersten Überblick, welche Unterstützungen, direkten Förderungen und finanziellen Zuschüsse es auf Landes- und Bundesebene für Ihr Unternehmen gibt.

Förderung "Digitalbonus"
Für kleine und mittlere Unternehmen ist es oft schwieriger als für Großunternehmen, Cyberattacken und Hackerangriffe rechtzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, als für große Unternehmen. Selbstverständlich benötigt jedes einzelne Unternehmen eine eigene Digitalisierungsstrategie, die auch die IT-Sicherheit umfasst. 

Bayern Digital

Mit dem Förderprogramm Digitalbonus (www.digitalbonus.bayern) will der Freistaat Bayern die kleinen und mittleren Unternehmen unterstützen, sich für die Herausforderungen der digitalen Welt zu rüsten. Der Digitalbonus ermöglicht den Unternehmen, sich durch Hard- und Software zu digitalisieren und die IT-Sicherheit zu verbessern.

 

Digitalisierung - Politische Schwerpunkte des BGA (Position, 25.04.2018)

Digitale Netze: Ausbau macht Fortschritte, aber steigender Bedarf (Studie)

14.03.18

Der Ausbau der digitalen Netze in Bayern macht Fortschritte, aber der Bedarf steigt schnell. Das ist das Ergebnis zweier Studien der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.


Beim Thema Mobilfunk geben 71 Prozent der Unternehmen in Bayern an, auf mobile Technik und schnelle Datenverbindungen angewiesen zu sein. 2016 waren es noch 58 Prozent. Wie 2016 zeigt sich auch jetzt nur die Hälfte mit der Geschwindigkeit der mobilen Datenverbindungen sowie der Netzabdeckung und -verfügbarkeit zufrieden. Zwar sind mobile Sprachkommunikation und Datenübertragung in Bayern am Wohnort fast flächendeckend verfügbar. Reale Messergebnisse zur Empfangsqualität entlang häufig genutzter Verkehrswege und an zentralen Orten zeigen jedoch noch große Lücken. Jeweils rund ein Drittel der befragten Unternehmen geben an, dass die mobile Nutzung von E-Mails, Telefonaten und Internetrecherche beeinträchtigt ist.

Bei kabelgebundenen Netzen sehen 57 Prozent der Unternehmen bis 2020 steigenden Bandbreitenbedarf. Bei der Untersuchung im Vorjahr waren es nur 31 Prozent. Fast die Hälfte der Firmen erwartet, 2020 Übertragungsgeschwindigkeiten von über 50 Megabit pro Sekunde zu benötigen. 14 Prozent rechnen sogar mit über 100 Megabit pro Sekunde.

Beim aktuellen Ausbaustand des Breitbandnetzes steht Bayern im bundesweiten Vergleich laut vbw gut da. Der Freistaat liegt bei der Versorgung von Haushalten mit schnellen Internetanschlüssen sowohl in seinen städtischen als auch ländlichen Regionen deutlich über dem deutschen Durchschnitt. „Bis zu einer flächendeckenden Versorgung mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde ist aber noch Erhebliches zu leisten“, sagt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker, der auch für die kabelgebundenen Netze zuständig ist, erklärt: „Der Ausbau von schnellem Internet läuft in Bayern auf Hochtouren. Der Freistaat Bayern verfügt über ein deutschlandweit einmaliges Breitband-Förderprogramm und stellt bis zu 1,5 Milliarden Euro für schnelles Internet bereit. Bayernweit sind bereits 2.147 Förderbescheide für den Breitbandausbau an 1.686 Kommunen mit einer Gesamtfördersumme von rund 730 Millionen Euro übergeben worden. Mit 2.002 Kommunen sind bereits über 97 Prozent aller Kommunen in Bayern in das bayerische Förderverfahren eingestiegen. Allein bei den bisher im Ausbau befindlichen Projekten werden über 40.000 km Glasfaserleitungen verlegt. Unsere Breitbandförderung ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums.“

Brossardt betont: „Die in Bayern gewählte Ausbaustrategie unterstützen wir, weil sie die richtige Ausrichtung hat: So viel wie möglich soll über den Markt geregelt werden. Dort, wo sich Investitionen nicht lohnen, wird marktneutral gefördert. Insgesamt wurden in Bayern beim Ausbau der Netze bereits große Schritte getan. Weitere Maßnahmen sind noch notwendig. Dabei sehen wir den Freistaat auf dem richtigen Weg.“

Digitalisierung als Rahmenbedingung für Wachstum (Studie)

25.09.17

Die Digitalisierung schreitet in allen Lebensbereichen voran, selbstverständlich auch in den Unternehmen. Deshalb hatte die vbw vor zwei Jahren die Prognos AG beauftragt, die Entwicklung und Diffusion der Digitalisierung in der Wirtschaft zu untersuchen und ihre Bedeutung für das Wirtschaftswachstum zu quantifizieren. Die Ergebnisse der aktualisierten Studie verstärken die damals gewonnenen Ergebnisse.

Entwicklung der Digitalisierung

Die Kernbereiche der Digitalisierung gelten der Computertechnologie, IT-Methoden für Managementaufgaben, die Halbleitertechnik, die digitale Kommunikation sowie audio-visuelle Technologien. Die Anzahl der Patente in diesen Kernbereichen sind weltweit massiv von 3.000 im Jahr 1990 auf 50.000 gestiegen.

Der Digitalisierungsgrad der Wirtschaft, also der Anteil digitaler Patente an allen Patenten, stieg von gut 15 Prozent im Jahr 1991 auf 23 Prozent. Allerdings hat dieser Anstieg im Wesentlichen von 1995 bis 2003 stattgefunden. Seitdem steigt der Digitalisierungsgrad nur noch moderat.

Digitalisierungsrade nach Industriebranchen

In allen Wirtschaftsbereichen sind die Digitalisierungsgrade im Zeitablauf kräftig gestiegen. Dies gilt für die Produkt- und die Prozessebene. In den stark digitalisierten Wirtschaftszweigen dominieren auf der Produktebene vor allem die Dienstleistungsbranchen. Die meisten Industriebranchen weisen einen mittleren bis unterdurchschnittlichen Digitalisierungsgrad auf. Dies liegt unter anderem daran, dass in Industrieprodukten noch zahlreiche weitere, nicht-digitale Patente stecken.

Betrachtet man die Prozessebene, indem man die Digitalisierungsgrade der Vorleistungen einbezieht, so liegt der Digitalisierungsgrad in den Industriebranchen höher. Darin kommt zum Ausdruck, dass die Industrie digitalisierte Dienstleistungen nutzt, um ihre Produktionsprozesse zu optimieren.

Digitalisierung wirkt sich positiv auf wirtschaftliches Wachstum auf

Die zunehmende Digitalisierung hat einen signifikant positiven Effekt auf das Wachstum der Wertschöpfung. Die Studie zeigt, dass die Digitalisierung für 0,5 Prozentpunkte der jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate der Bruttowertschöpfung verantwortlich ist. In der Industrie war der Wachstumsbeitrag mit 0,6 Prozentpunkte noch etwas höher. In Bayern liegt der Beitrag der Digitalisierung zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum bei 0,4 Prozentpunkten.

In Japan ist der Wachstumsbeitrag der Digitalisierung besonders groß

In den untersuchten Vergleichsländern USA, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Japan und Südkorea liegen die Digitalisierungsgrade in ähnlicher Größenordnung wie in Deutschland. Der Beitrag der Digitalisierung zum Wachstum fällt in Japan mit 0,7 Prozentpunkten am größten aus. In Südkorea und in den USA beträgt der Wachstumsbeitrag 0,6 Punkte, in Frankreich 0,5 und in UK 0,4 Prozentpunkte.

Die digitale Infrastruktur Bayerns 2014 (Studie)

27.02.2015

Modernste Informations- und Kommunikationssysteme halten zunehmend Einzug in die Wirtschaft. Wertschöpfungsprozesse, Produktionssysteme und Produkte werden durch die digitalen Technologien grundlegend verändert. Unternehmen, die sich der Digitalisierung nicht öffnen, verlieren im globalen und regionalen Wettbewerb.


Die im Rahmen dieser Studie vorgenommene Unternehmerbefragung zeigt: Damit die Unternehmen die Chancen der Digitalisierung wahrnehmen können, benötigen sie eine flächendeckende und leistungsfähige Breitbandinfrastruktur. Ziel muss es sein, ein lückenloses Angebot mit 100 Mbit/s zu schaffen.


Im internationalen Vergleich liegt Bayern wie Deutschland in der Breitbandversorgung noch immer hinter den wichtigsten Standortkonkurrenten in Asien und Nordamerika zurück. Um dieses Defizit auszugleichen, ist eine Ausbaupolitik erforderlich, die alle bekannten Technologien effizient kombiniert. Dabei gilt es, die bestehenden kupfer-basierten Infrastrukturen zu nutzen und zu ertüchtigen, aber gleichzeitig die Glasfaser-infrastruktur sukzessive näher an die Unternehmen heranzuführen.


Mit der Verbesserung des Breitbandförderprogramms zu Beginn der neuen Legislatur-periode hat die Bayerische Staatsregierung einen wichtigen Schritt getan, um die Un-ternehmen in allen Teilen Bayerns mit schnellem Breitband zu versorgen und damit die Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Kommunen zu erhalten.


Die leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist ein wichtiges Standortargument für ganz Bayern und seine Unternehmen. Die vbw wird sich auch in Zukunft für eine flächende-ckende hochleistungsfähige Versorgung von Unternehmen, Kommunen und Privat-haushalten in Bayern einsetzen.

Innovationsförderung durch KfW - Um den Schwerpunkt Digitalisierung erweitert (Information)

08.05.17

Die KfW unterstützt ab dem 1. Juli 2017 gezielt die digitale Transformation und die Innovationstätigkeit des Mittelstandes mit zwei neuen Förderprogrammen.

Der neue „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ ist zur Finanzierung von Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben breit einsetzbar. Gefördert wird die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Verfahren – beispielsweise die Vernetzung der Produktionssysteme unter dem Stichwort Industrie 4.0. Auch Maßnahmen zur Ausrichtung der Unternehmensstrategie bzw. Unternehmensorganisation auf die Digitalisierung können begleitet werden. Darüber hinaus werden Innovationsvorhaben finanziert, bei denen Unternehmen neue oder substantiell verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickeln. Zudem steht das Programm allen Unternehmen, die im Sinne des Programms Horizon 2020 der Europäischen Union als innovativ gelten, zur Abdeckung ihres Finanzierungsbedarfs offen. Hierzu zählen z. B. schnell wachsende Unternehmen oder Unternehmen mit besonders hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung.



Im zweiten neuen Programm „ERP-Mezzanine für Innovation“ bietet die KfW Finanzierungspakete aus Fremd- und Nachrangkapital speziell zur langfristigen Finanzierung marktnaher Forschung und der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren, Prozesse oder Dienstleistungen sowie ihrer wesentlichen Weiterentwicklung an. Aus dem Programm werden sowohl Vorhaben unterstützt, die für das antragstellende Unternehmen neu sind, als auch solche, die sich vom Stand der Technik in der EU abheben.


Beide Programme richten sich an etablierte Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Freiberufler in Deutschland mit einem jährlichen Gruppenumsatz von bis zu 500 Mio. Euro. 

Alle Informationen auf www.kfw.de

IT-/Digitalisierungspädagoge (August 2018)

Neuer Lehrgang "IT-/Digitalisierungspädagoge"

Am 5. November 2018 startet in Nürnberg und München der neue Lehrgang zur Begleitung der digitalen Transformation in Unternehmen.

Unternehmen benötigen im Zeitalter der digitalen Transformation zunehmend Mitarbeiter mit der Fähigkeit, didaktisches Know-how mit technischen Kenntnissen zu kombinieren, fachübergreifend zu agieren und Prozesse zu beherrschen. Die Grundlage dafür bereitet der IT-/ Digitali-sierungspädagoge. Im Rahmen des Lehrgangs erlangen die Teilnehmer Expertenkenntnisse in den Themenfeldern IT und Umgang mit Daten, Didaktik und Pädagogik sowie Beratung in der di-gitalen Welt. Diese Kenntnisse werden in drei Praxisphasen und im Rahmen eines Projekts ver-tieft. Eine intensive Vorbereitung auf die Abschlussprüfung ist ebenfalls Bestandteil des Lehr-gangs.

Abschluss: Die Teilnehmer erhalten ein bfz-vbw-Zertifikat zum IT-/ Digitalisierungspädagogen. Zudem besteht – bei erfüllten Zulassungsvoraussetzungen – die Zertifizierungsmöglichkeit zum geprüften Aus- und Weiterbildungs- pädagogen (IHK).

Laufzeit: 12 Monate / Schulungsorte: bfz München und bfz Nürnberg /

Beginn: 5. November 2018 / Zertifizierung nach AZAV

Das Angebot kann gefördert werden von: Agentur für Arbeit (auch über WeGebAU) / Jobcenter und Optionskommunen / Rentenversicherungsträger (z.B. DRV und BG)

Zielgruppen: IT-affine Personen, die arbeitssuchend oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind (Akademiker, Studienabbrecher, Meister, Techniker)

Teilnehmer des LGAD-Unternehmer Talk-Digital

Teilnehmer linke Seite

Teilnehmer (v.l.n.r.)

Kurt Baumgärtner

Kurt Baumgärtner ist persönlich haftender Gesellschafter der Wilhelm Gienger KG in Markt Schwaben. Sein mittelständisches Unternehmen deckt als Großhändler die gesamte Palette der Haus- und Gebäudetechnik ab. Die 3.700 Mitarbeiter und 500 Azubis der GIENGER Gruppe Bayern unterstützen ihre Kunden vom Fachhandwerk mit umfangreichen Dienstleistungen und innovativen Produkten aus den Bereichen Sanitär, Heizung, Elektro, Installation.
Sein Statement: Die Digitalisierung ersetzt weder Kundenbindung noch Mitarbeiterführung

Holger Mark

Holger Mark ist Vorstand der AVIA Mineralöl AG und Geschäftsführer von verschiedenen Tochterunternehmen. AVIA ist seit 60 Jahren die Marke des Mittelstandes im Mineralölgeschäft
und mit rund 850 Tankstellen in Deutschland die Nummer 5.

Er sagt: Die Digitalisierung stellt uns vor große Herausforderungen. Wir brauchen eine Ausgewogenheit zwischen der technisch und wirtschaftlich notwendigen Umsetzung auf der einen Seite und dem sozialen Frieden
auf der anderen Seite.

Christoph Leicher

Christoph Leicher ist echter Münchner Unternehmer, der seit 1983 sein Familienunternehmen in der 4.Generation führt. Die Leicher Engineering GmbH ist heute ein Groß- und Außenhändler mit Schwerpunkt technische Bauteile. Vor jedem Projektstart steht eine intensive Entwicklungsarbeit zur fertigungsgerechten Optimierung der betroffenen Bauteile. Das Unternehmen beschafft weltweit (Schwerpunkt Asien und Südeuropa) und beliefert seine Kunden in DACH-Region.
Leicher ist überzeugt, dass gerade die Digitalisierung KMU´s helfen kann, schneller als der Wettbewerb zu sein! Das sichert die Zukunft!

Teilnehmer rechte Seite
 
 

Frank Hurtmanns (Moderator)

Frank Hurtmanns ist seit 2013 Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeber- und Unternehmerverbandes für den Groß- und Außenhandel, Vertrieb und Dienstleistung in Bayern (LGAD). Er hat über 30 Jahre Berufserfahrung in der Industrie und im Großhandel gesammelt.

Dr. Holger Bingmann

Dr. Holger Bingmann ist Gründer und Chairman der MELO Group GmbH & Co.KG, einem internationalen Dienstleistungsunternehmen für Medien und Logistik mit 2000 Mitarbeitern in München.

Ihn beschäftigt, dass wir alle unterschätzen, wie schnell sich der Markt und die Handelssituation um uns herum ändern.

Peter Gerstmann

Peter Gerstmann ist Vorsitzender der Geschäftsführung des Zeppelin Konzerns.

Zeppelin ist einer der größten Vertragshändler von Caterpilar mit Schwerpunkt in Deutschland, Österreich, und osteuropäischen Ländern, und bietet Lösungen auch in der Vermietung für Bauwirtschaft und Industrie, Antriebe und Energie, sowie für Engineering und Anlagenbau.
Zeppelin ist ein Stiftungsunternehmen mit ca. 2,3 Mrd. € Umsatz und rund 8.000 Mitarbeitern.

Peter Gerstmanns Mahnung: Der Großhandel muss schnell reagieren und Kompetenzen, Services und Geschäftsmodelle an die digitalen Herausforderungen anpassen. Ansonsten werden die Produzenten die Veränderungen nutzen, um die Wertschöpfungsstufe des Handels komplett auszuschalten.

Michael Anders

Michael Anders ist Geschäftsführer der Klöpferholz GmbH & Co. KG.

Das Unternehmen beliefert das Handwerk und die Industrie mit Produkten für Innenausbau, Bauelemente und Holzbau – derzeit mit über 250 Mio. Euro Umsatz, über 25 Standorten und über 600 Mitarbeitern, dazu im Online-Geschäft an das Handwerk mit rund 13 Prozent des Lagerumsatzes die Nr. 1. Zu seiner Geschäftsführerverantwortung zählen auch die Bereiche Digitalisierung und Online Handel.

Seine These: Der klassische Großhändler ist derzeit leichtes Opfer für auf digitale Geschäftsmodelle spezialisierte Angreifer.

Dr. Florian Seidl

Florian Seidl führt das Familienunternehmen Keller & Kalmbach in dritter Generation seit bald 40 Jahren. Das Unternehmen wurde 1878 in München gegründet und ist heute einer der führenden deutschen Schraubengroßhändler und logistischen Dienstleister für C-Teile in der Industrie. Die Gruppe beschäftigt ca. 800 Mitarbeiter weltweit.

Seine These: „Die Digitalisierung verändert die überkommenen Geschäftsmodelle disruptiv. Will man mithalten mit den Global Playern, benötigt man ganz neue Geschäftsmodelle und Mitarbeiter

 

Als externe Experten schalteten sich dazu:

Liebermeister

Barbara Liebermeister

Barbara Liebermeister ist Wirtschaftswissenschaftlerin mit Industrieerfahrung im Marketing internationaler Unternehmen. Ihr Schwerpunktthema ist Führung im digitalen Zeitalter.

Sie ist Gründerin des Instituts für Führungskultur im Digitalen Zeitalter (IFIDZ), das die Führungs- und Managementkultur im Zeitalter der Digitalisierung erforscht. Aktuell schreibt sie an einem neuen Buch mit dem Titel: Digital ist egal. Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet.

 
Dr. Wrobel

Dr. Heiko Wrobel

Dr. Heiko Wrobel arbeitet für die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS) in Nürnberg. Er ist Projektleiter und Autor der Studie zum Großhandel in Bayern. Er beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit dem Großhandel und gehört mittlerweile zu den führenden Großhandels-forschern in Deutschland.

Herr Wrobel bezeichnet den Großhandel als das zentrale Versorgungsnetz der deutschen Wirtschaft und als Erfolgsgarant des Mittelstands in Industrie, Handwerk und Einzelhandel. Er sorgt sich um die Vielfalt und mittelständische Struktur des Großhandels. Deshalb braucht es in Zukunft mehr Kooperation und mehr Forschung im Großhandel für die erforder-lichen Lösungsansätze.

 
 

Markt- und Handelssituationen ändern sich schnell. Die anwesenden Unternehmer wissen, sie müssen ihre Geschäftsmodelle anpassen und erneuern - zum Teil radikal und revolutionär. Wie schaffen alle Unternehmen des LGAD den Wandel von analog zu digital?

Digitale Agenda und Geschäftsmodelle

 

Die digitale Transformationen von Unternehmen wird in den kommenden Jahren mehr und mehr in den Fokus rücken und für Unternehmensführer und Führungskräfte ein umfassende Herausforderung darstellen.

Hören Sie Barbara Liebermeister kurz dazu!

 

Dr. Holger Bingmann ist klar, dass sich sein Unternehmen, die MELO Group GmbH & Co.KG, deren Hauptgeschäfte Medien und Logistik sind, nicht auf dem traditionellen Geschäft ausruhen kann - er setzt unter anderem auf verrückte Ideen.

 

Gastgeber Peter Gerstmann von der Zeppelin GmbH, deren Geschäft sich um Baumaschinen dreht, weiß, dass sich sein Unternehmen den digitalen Herausforderungen anpassen muss - und dass es dabei vor allem um Schnelligkeit geht.

 

Michael Anders von der Klöpferholz GmbH & Co. KG, die Handwerk und Industrie mit Holz beliefert, sieht den Ansatzpunkt in den entscheidenden Endkunden - dahingehend versucht er, die Wettbewerbssituation seines Unternehmens zu verbessern.

 

Auch Dr. Florian Seidl, Geschäftsführer der Keller und Kalmbach GmbH, einem der führenden deutschen Schraubengroßhändlern, spürt den immer größeren Wettbewerbsdruck. Aber er sieht darin auch Chancen für die Effektivität.

 

Kurt Baumgärtner von der Gienger München KG, dem Branchenführer rund um Haustechnik, richtet ebenfalls sein Unternehmen immer mehr auf den Endkunden aus. Bei der Frage, ob der dreistufige Vertriebsweg zu retten ist, ist er optimistisch.

 

Von dem Dilemma, vor dem die Mineralöl-Branche steht, erzählt Holger Mark von der Deutschen AVIA Mineralöl GmbH in München - und der spannenden Suche nach neuen Geschäftsmodellen, damit sein Unternehmen kein Auslaufmodell wird.

 

Die LEICHER ENGENEERING GmbH beliefert seit Jahrzehnten Groß -und Außenhändler mit technischen Bauteilen. Geschäftsführer Christoph Leicher ist sich sicher: Gerade kleine Unternehmen können von der Digitalisierung profitieren. Außerdem beschäftigt er sich stark damit, wie gutes Änderungsmanagement auszusehen hat.

 

Mensch und Arbeit

Die Belegschaft, die Mitarbeiter gelten als wesentlicher Erfolgsfaktor für den Großhändler. Brauchen wir neue Mitarbeiter? Und was machen wir mit den "alten"?

Dr. Florian Seidl antwortet:

 

Mitarbeiter kann man nicht so einfach verändern, geschweige denn ersetzen. Wie bereiten wir die Mitarbeiter auf die digitale Welt vor und welche Bedeutung hat die Mitarbeitereinstellung? Brauchen wir einen Kulturwandel?

Herr Gerstmann und Herr Anders antworten:

 

Derzeit ist Arbeit 4.0 in aller Munde und es wird über neue Formen der Zusammenarbeit gesprochen. Wie können diese in den Unternehmen der Zukunft aussehen und was kann langfristig auf diese zukommen?

Es antwortet Kurt Baumgärtner:

 

Kunden- und Lieferbeziehungen

Der typische Großhändler agiert vertrieblich eher regional und ist stolz auf seine engen persönlichen Kunden- und Lieferantenbeziehungen. Ist das noch Erfolgs- und Differenzierungsfaktor im digitalen Zeitalter? Wie werden sich Partnerbeziehungen verändern und wie schnell geht das?

Die Teilnehmer diskutieren diese Fragen: