Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Konjunktur/Zahlen/Analyse

Konjunktur/Zahlen/Analyse

Die konjunkturelle Entwicklung im Groß- und Außenhandel in Bayern, Deutschland und auf den Weltmärkten unterliegt laufenden Veränderungen. Um Ihnen einen kompakten Überblick zu geben, stellen wir aktuelle Umfrageergebnisse, Statistiken und Marktdaten zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung zur Verfügung.

Akuelle Informationen
LGAD-Geschäftsklimaindex Bayer. Groß- und Außenhandel
BGA-Konjunkturbarometer Dt. Großhandel
Trends & Analysen im Dt. Großhandel
Studie "Der Großhandel in Bayern"

Zweimal im Jahr befragt der LGAD Bayern seine Mitgliedsunternehmen nach deren Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage sowie den Erwartungen für die kommenden sechs Monate im bayerischen Groß- und Außenhandel. Wir liefern damit einen wichtigen Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Bayern.

Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage finden Sie nachfolgend zusammengefasst.

LGAD-Geschäftsklimaindex Sommer 2017

 
 
Standarddatei

Die Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels beurteilen das Geschäftsklima Mitte des Jahres 2017 sehr positiv und optimistisch. Der LGAD-Index ist allerdings im Vergleich zum Jahresbeginng etwas zurückgegangen auf 103,5 Punkte gestiegen. Das ist dennoch der zweitbeste Wert seit Sommer 2012.

 
 

Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage im Sommer 2017

Aktuelle wirtschaftliche Lage: Benotung sehr gut bis gut
Aktuelle wirtschaftliche Lage: Benotung sehr gut bis gut

Auf die Frage "Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage?" antworteten:


Sommer 2017 Winter 2017 Sommer 2016
Schulnoten 1-6 Prozent Prozent Prozent
Umsatz


1 bis 2 57,80 % 57,69 % 50,00 %
3 bis 4 42,20 % 38,46 % 48,72 %
5 bis 6 0,00 % 3,85 % 1,28 %
Gewinn


1 bis 2 33,33 % 36,89 % 28,95 %
3 bis 4 60,19 % 59,22 % 68,42 %
5 bis 6 6,48 % 3,88 % 2,63 %
Preisentwicklung


1 bis 2 15,74 % 13,59 % 14,47 %
3 bis 4 75,00 % 81,55 % 71,05 %
5 bis 6 9,26 % 4,85 % 14,47 %
Auftragslage


1 bis 2 46,73 % 56,31 % 40,00 %
3 bis 4 53,27 % 43,69 % 58,57 %
5 bis 6 0,00 % 0,00 % 1,33 %

Von den abgefragten Bereichen wurden sowohl die Umsatzsituation, als auch die Auftragslage im bayerischen Groß- und Außenhandel am positivsten bewertet.

 
 

Beurteilung der Erwartungen für die kommenden 6 Monate

Wirtschaftliche Erwartungen: Benotung sehr gut bis gut
 
 
Wirtschaftliche Erwartungen: Benotung sehr gut bis gut
 

Auf die Frage "Welche Erwartungen haben Sie für die nächsten 6 Monate" antworteten:


Sommer 2017 Winter 2017 Sommer 2016
Schulnoten 1-6 Prozent Prozent Prozent
Umsatz


1 bis 2 52,29 % 59,73 % 48,72 %
3 bis 4 45,87 % 42,31 % 50,00 %
5 bis 6 1,83 % 0,96 % 1,28 %
Gewinn


1 bis 2 29,63 % 35,92 % 25,00 %
3 bis 4 62,96 % 62,14 % 69,74 %
5 bis 6 7,41 % 1,94 % 5,26 %
Preisentwicklung


1 bis 2 16,82 % 16,50 % 13,16 %
3 bis 4 76,64 % 80,58 % 77,63 %
5 bis 6 6,54 % 2,91 % 9,21 %
Auftragslage


1 bis 2 44,86 % 51,46 % 40,00 %
3 bis 4 53,27 % 48,54 % 58,67 %
5 bis 6 1,87 % 0,00 % 1,33 %

Die Werte für die Erwartungen 2. Halbjahr 2017 sind leicht zurückgegangen, bewegen sich aber immer noch auf einem hohen Niveau. Über 52 Prozent der Befragten (siehe rechte blaue Säule im Diagramm) rechnen mit "sehr guten" und "guten" Umsätzen im 2. Halbjahr 2017.

 
 

Einschätzung der Beschäftigung im 2. Halbjahr 2017

Beschäftigungspolitik 2016

Auf die Frage, ob Unternehmen deren Beschäftigte und Azubis im Laufe des Jahres erhöhen, gleich lassen oder senken wollen, antworteten die Befragten folgendermaßen:

Beschäftigung Sommer 2017 Winter 2016 Sommer 2016
Anzahl der Beschäftigten Prozent Prozent Prozent
erhöhen 29,1 % 21,60 % 23,7 %
gleich lassen 58,3 % 73,5 % 65,8 %
senken 12,6 % 4,9 % 10,5 %
Anzahl der Azubis Prozent Prozent Prozent
erhöhen 17,8 % 29,35 % 9,6 %
gleich lassen 75,2% 53,26 % 76,7 %
senken 6,9 % 17,39 % 13,7 %

Die positiven wirtschaftlichen Ergebnisse schlagen sich auch in der Beschäftigungspolitik der befragen Unternehmen nieder: Mehr als ein Viertel der Unternehmen (29,1 %) plant in den nächsten Monaten neue Mitarbeiter einzustellen. Gleichzeitig ist jedoch die Anzahl der Unternehmer, die Personal abbauen wollen, von 4,9 % auf 12,6 % gestiegen.

 
 

Problemfelder im bayerischen Groß- und Außenhandel im Sommer 2017

Problemfelder

Die Frage "Mit welchen Problemen haben Sie besonders zu kämpfen?" wurde wie folgt beantwortet:

Margendruck Bürokratie Lohnnebenkosten Personalrekrutierung Zahlungsmoral Compliance
70 % 51 % 37 % 29 % 13 % 13 %
Energiepreise Wechselkurs Zoll Rohstoffknappheit Handelshemmnisse Mindestlohn
11 % 11% 11 % 7 % 3 % 3 %

In der aktuellen Umfrage wurde die seit Jahren meist genannten Problemfelder "Margendruck" mit einem weiteren Anstieg um 5 % und die Bürokratie mit einen Minus von 5 % wieder auf die Plätze 1 und 2 bestimmt.

 
 

Zur aktuellen Sommer-Umfrage 2017 liegt auch unsere Pressemitteilung vor.

BGA Konjunkturbarometer Großhandel Deutschland

Mit dem BGA-Konjunkturbarometer Großhandel informieren wir Sie über die aktuellen Zahlen aus dem deutschen Produktionsverbindungs- und Konsumgüterhandel. Weiterhin finden Sie Statistiken über allgemeine Wirtschaftszahlen, das Konsumklima, Preisniveau, Produktionsindizes, Auftragseingänge, Arbeitsmarkt- und  Beschäftigungssituation, u.v.m.

2017
2016
2015
2014
2013
2012

In den halbjährlichen Ausgaben von „Trends & Analysen“ bewertet der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) die wirtschaftliche Entwicklung im deutschen Großhandel. Behandelt werden die Entwicklung der Umsätze, der Verkaufspreise, der Investitionstätigkeit und der Beschäftigungsituation – ergänzt um Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung in den internationalen Wirtschaftsräumen. Die jeweils aktuelle Ausgabe ist für Mitglieder gebührenfrei im Mitgliederbereich abrufbar. Nichtmitglieder können diese gegen eine Schutzgebühr erwerben.

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Die Studie "Der Großhandel in Bayern - Marktstruktur und Digitalisierung" ist ein Gutachten des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, initiert vom LGAD Bayern e.V. und durchgeführt von der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS

Groß- und Außenhandel in Bayern – Drehscheibe der Wirtschaft

Die Markt- und Strukturdaten der Wirtschaftsstufe Groß- und Außenhandel in Bayern wieder auf einen aktuellen Kenntnisstand zu bringen, war ein Ziel der von uns initiierten Studie „Der Großhandel in Bayern – Marktstrukturen und Digitalisierung“. Nur mit einer fundierten Datenbasis können wir die enorme Bedeutung unserer Wirtschaftsstufe innerhalb der internationalen Wertschöpfungsketten für uns selbst, aber auch in der Öffentlichkeit bewusst machen.

Als intermediärer Handel ist unsere Wirtschaftsstufe integraler Bestandteil unternehmens- und regionenübergreifender Wertschöpfungsketten. Mittelständisch geprägt versorgen unsere Unternehmen in einem engmaschig geknüpften und flexiblen Netz unsere hochentwickelte Volkswirtschaft mit Waren und Dienstleistungen und sind so Garant für die hohe Leistungsfähigkeit des Mittelstands. Sie sichern damit die Wettbewerbsfähigkeit von Industrie und Handwerk und sorgen über den Einzelhandel für Versorgungsvielfalt und -sicherheit beim Endkunden und Konsumenten.

Die Geschäftsmodelle der Wirtschaftsstufe Groß- und Außenhandel erfüllen von jeher eine wichtige und unver-zichtbare Funktion und passen sich laufend sich verändernden Märkten und Marktsituationen an.

Die Ergebnisse der Studie liegen nun vor und die zentralen Aussagen belegen, der Großhandel ist stabil in seinen Erfolgsmustern, dynamisch in der Marktentwicklung und digital in der Zukunft. Neue digitale Technologien und digitalisierte Prozesse werden die Arbeits- und Wertschöpfungsprozesse sowie das Leistungsprofil des Groß- und Außenhandels zum Teil grundlegend verändern und werden somit zu wichtigen Erfolgsfaktoren im harten Wettbewerb. Damit stellt die Digitalisierung der Arbeitswelt eine Herausforderung für uns dar, die es anzunehmen gilt.

Stellen wir uns also auf diese Veränderungen ein. Die vorliegenden Studienergebnisse und neuen Erkenntnisse sollen dabei Orientierung und Unterstützung geben, um unsere Unternehmen weiter fit für die Zukunft zu machen! Unser Dank gilt dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie für die Förderung der Studie sowie dem Fraunhofer Institut für die gelungene Arbeit. Denn ein gut aufgestellter Groß- und Außenhandel ist und bleibt ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten bayerischen Wirtschaft.

Beiliegend finden Sie die 2. aktualisierte und erweiterte Ausgabe des Gutachtens (Stand Februar 2016)

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