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Außenhandelszahlen Bayern 2021: Deutlich mehr Zuwachs bei den Importen als bei den Exporten

17.02.2022

Während die Geschäftserwartungen im bayerischen Großhandel zu Beginn des Jahres noch zurückhaltend beurteilt wurden, erzielte der bayerische Außenhandel in 2021 ein Rekordergebnis: Deutlich mehr Importe als Exporte im Jahr 2021 - Zweistellige Zuwachsraten bei Exporten und Importen gegenüber Krisenjahr 2020. Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen durch das Bayer. Landesamt für Statistik.

Bayerns Außenhandel mit starker Aufholjagd – Export und Import trotzen der Coronakrise

(München, 17.02.2022). Der bayerische Außenhandel liegt auf Rekordkurs. Die bayerischen Unternehmen haben 2021 Waren im Wert von 189,9 Milliarden Euro exportiert – das sind 12,9 Prozent mehr als im Vorjahr, zugleich ist es der dritthöchste jemals erzielte Wert. Im bisherigen Spitzenjahr 2017 lagen die Ausfuhren noch um 800 Millionen Euro höher, teilte das Landesamt für Statistik heute mit. Die Importe sind sogar auf eine nie dagewesene Höhe gestiegen. Mit 211,8 Milliarden Euro stiegen die Einfuhren sogar um 17,2 Prozent.

LGAD-Präsident Christoph Leicher sieht die Außenhandelsbilanz als Leistung der bayerischen Unternehmen – ein starkes Ergebnis trotz Coronakrise. „2021 ist ein Jahr der Extreme gewesen. Eine Schwankungsbreite zwischen Lockdown und Rekordumsätzen haben die bayerischen Außenhandelsunternehmen so noch nicht erlebt. Die Widrigkeiten und Ungewissheiten waren enorm. Aber der Mut der Unternehmen, die Lage zu meistern ebenso. Flexibel auf die Herausforderungen zu reagieren, hat sich als große Stärke in der Krise erwiesen.“

Leicher erwähnte zudem die finanziellen Hilfen von Bund und Freistaat. Vor allem das Kurzarbeitergeld sei ein wertvolles Instrument zur Bewältigung der schwierigen Situation gewesen: „Die Maßnahmen haben uns geholfen, die Produktion aufrecht zu erhalten. Das hat Bayern und Deutschland im internationalen Wettbewerb den entscheidenden Vorteil verschafft: Unsere Unternehmen konnten die weltweite Nachfrage schon wieder bedienen, als andere noch nicht liefern konnten. Das hat die Nachfrage sogar weiter angetrieben. Mag es auch Fehlentscheidungen gegeben haben: Das schnelle Handeln der Politik hat sich für alle bezahlt gemacht – für unsere Unternehmen, für den Erhalt von Wohlstand und Arbeitsplätzen und damit für die Gesellschaft als Ganzes.“

Die Schwierigkeiten seien allerdings noch nicht überwunden. „Nach wie vor ist die Lage von Unsicherheiten geprägt. Lieferengpässe und explodierende Transportkosten machen die Lage derzeit völlig unkalkulierbar. Aus jetziger Sicht kann niemand sagen, wie es weitergeht“, erklärte Leicher.

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