Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
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Ausbau der digitalen Netze in Bayern: vbw Studie zeigt deutliche Fortschritte

05.09.2018

Die regelmäßigen Studien der vbw zeigen: Während der Freistaat 2012 bei schnelleren Verbindungen noch spürbar unter deutschen Durchschnittswerten lag, schneidet er im Ländervergleich sowohl beim Ausbaustand als auch bei der Ausbaudynamik sehr gut ab.

„In Bayern ist beim Ausbau der digitalen Netze viel passiert, die Erfolge der Förderprogramme und des marktgetriebenen Ausbaus sind deutlich sichtbar. Vor allem die ländlichen Räume werden gut erreicht, das ist besonders wichtig. Jetzt gilt: ambitioniert weitermachen“, so das Fazit von Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., zur neuen Studie zum Stand der digitalen Infrastruktur.

Bei der Versorgung der Haushalte liegt Bayern spürbar über dem bundesweiten Schnitt. Auch im gewerblichen Bereich geht es vorwärts: „Beim Netzausbau in Gewerbe- und Mischgebieten mit Anschlüssen von 30 Megabit pro Sekunde belegt Bayern unter den Flächenländern gemeinsam mit Hessen Platz eins. Bei 50-Megabit-Anschlüssen hat der Freistaat zuletzt um vier Plätze zugelegt und steht jetzt auf Platz vier“, betont Brossardt.

Der nächste Schritt ist laut vbw die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser bis zu den Haushalten und Unternehmen bis zum Jahr 2025. „Ende 2017 verfügten 10,6 Prozent der bayerischen Haushalte über einen Glasfaser-Anschluss. Im Ländervergleich belegen wir damit Platz drei nach Hamburg und Schleswig-Holstein, das allerdings die ländlichen Regionen spürbar schlechter mit schnellem Internet erreicht“, erklärt Brossardt. Hintergrund der vbw Forderungen sind die steigenden Anforderungen der Unternehmen an schnelle Datenverbindungen: Fast die Hälfte der bayerischen Firmen erwartet für 2020 einen Bandbreitenbedarf von über 50 Megabit pro Sekunde. 14 Prozent rechnen sogar damit, dass sie Übertragungsgeschwindigkeiten von über 100 Megabit pro Sekunde benötigen werden.

Dr. Hans Reichhart, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, erklärte: „Der Ausbau von schnellem Internet läuft in Bayern auf Hochtouren und schreitet mit Riesenschritten voran. Im Zentrum der Digitalisierungsstrategie der Staatsregierung steht das bundesweit einzigartige 1,5 Milliarden Euro umfassende bayerische Breitband-Förderprogramm. Allein bei den aktuellen Projekten werden über 41.000 km Glasfaserleitungen verlegt.“

Der Ausbau der Mobilfunknetze wird ebenfalls regelmäßig von der vbw untersucht, denn auch hier steigen die Anforderungen der Unternehmen schnell. Zwei Drittel der bayerischen Unternehmen gehen davon aus, dass der schon heute hohe Bedarf an schnellen mobilen Datenverbindungen bis zum Jahr 2020 weiter steigt. „Hier besteht deutlicher Verbesserungsbedarf. Wir setzen auf das Mastenprogramm der Staatsregierung und die Netzausbaupolitik der Bundesregierung. Insgesamt ist der Ausbau einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur in Bayern in vollem Gange, ist aber noch lange nicht abgeschlossen“, so Brossardt.

Studien-Download: www.vbw-bayern.de/ausbaustand_digitale_netze

Quelle: vbw- Pressemitteilung, 05.09.2018

Kontakt: Dirk Strittmatter, Tel. 089-551 78-203, E-Mail: dirk.strittmatter@ibw-bayern.de