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Unsere Position: Schutzschirm für Warenkreditversicherung sollte verlängert werden.

11.09.2020

Unser Dachverband BGA setzt sich für Verlängerung des Schutz-schirms für die Warenkreditversicherung ein! Warenkreditversicherungen haben für die Unternehmen im Groß- und Außenhandel eine wichtige Absicherungsfunktion von Geschäften sowohl mit Kunden aus dem In- und Ausland als auch mit den Lieferanten.

Im vergangenen Jahr belief sich das Volumen insgesamt auf über 800 Milliarden Euro. Für den BGA ist daher eine Verlängerung des von Versicherungswirtschaft und Bundesregierung im April 2020 vereinbarten Schutzschirms für die Warenkreditversicherung ein unverzichtbarer Schritt.

Insbesondere in der anhaltenden wirtschaftlichen Phase großer Unsicherheit. Vielfach gehört es zu einer umsichtigen und vorausschauenden Geschäftspolitik, die Lieferketten verlässlich und berechenbar abzusichern, um im Schadensfall Liquiditätsengpässe zu vermeiden.

Den BGA haben auch in der aktuell schwierigen Phase keine Hinweise erreicht, dass in den Unternehmen gegenwärtig Versicherungsfälle häufiger auftreten als in der Zeit vor der Corona-Krise.

Bereits seit dem Frühjahr steht der BGA mit dem Gesamtverband der Versicherungswirtschaft zur Warenkreditversicherung auf Fachebene im Austausch und hat aktuelle Diskussionen über angekündigte Änderungen der Absicherung einzelner Warenkreditversicherer zum Anlass genommen, gegenüber der Interessensvertretung der Versicherungswirtschaft für eine Verlängerung des Schutzschirmes zu werben.

Zudem hat sich der Verband, vertreten durch Dr. Dirk Jandura, Vorsitzender des Ausschusses Steuern und Finanzen, in einem Schreiben an Dr. Ulrich Nußbaum, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, gewandt und sich dort ebenfalls für eine Verlängerung des Schutzschirmes ausgesprochen. Anlass hierfür ist, dass sich mit Blick auf das bislang vereinbarte Auslaufen des Schutzschirms zum Jahresende 2020 Hinweise auf Erschwernisse mehren.

Zahlreiche Unternehmen aus verschiedensten Wirtschaftszweigen berichten aus ihren Geschäftsbeziehungen mit Warenkreditversicherungen über bevorstehende länder- und branchenspezifische Verteuerungen sowie über Limitkürzungen und -streichungen. Dabei sind die Lieferbeziehungen mit den Geschäftskunden vielfach weiter stabil und verlässlich.

Für die wirtschaftliche Erholung, die sich aktuell andeutet und auch im Großhandel zu einer vorsichtigen Stimmungsaufhellung beiträgt, sind belastbare und gesicherte Geschäftsbeziehungen unverzichtbar. Wenn die Unternehmen ihre unternehmerischen Aktivitäten wieder ausweiten, darf die durch die Corona-Krise vielfach angespannte Liquidität nicht zusätzlich belastet werden.

Erfreulich ist, dass die Unternehmen im Großhandel nach der jüngsten BGA-Umfrage zur wirtschaftlichen Lage und den weiteren Perspektiven die Haupthürde für ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Moment nicht in knappen Finanzen sehen. Dies sollte auch weiterhin so bleiben, daher muss der Schutzschirm nach Auffassung des BGA verlängert werden.

Störungen in der Warenversorgung wegen unvertretbarer Verteuerung oder gar Wegfall der Absicherung müssen abgewandt werden. Zwar ist nachvollziehbar, dass sich die Warenkreditversicherer auf die erwartete weitere Entwicklung einstellen müssen, eine Breitenwirkung von erschwerten, verteuerten oder entfallenden Absicherun-gen gilt es jedoch, in den im September anstehenden Gesprächen zwischen Versicherungswirtschaft und Bundesregierung zu vermeiden.

 Quelle Direkt aus Berlin 11.9.2020

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