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Corona-Pandemie: Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall: Telefonische Krankschreibung läuft aus

03.06.2022

Im Zusammenhang mit dem Auslaufen der allermeisten Corona-Schutzmaßnahmen hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) auch die Sonderregelung zur telefonischen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit aufgrund von leichten Erkrankungen der oberen Atemwege zum 31. Mai 2022 auslaufen lassen.

Ab dem 1. Juni 2022 ist eine Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit damit nicht mehr telefonisch möglich. Dafür müssen Versicherte wieder in die Arztpraxis kommen oder die Videosprechstunde nutzen.

Die Möglichkeit, dass bei Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit im Rahmen einer Videosprechstunde festgestellt werden kann, ist aufgrund einer dauerhaften Änderung der Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie – unabhängig von den Corona-Sonderregelungen – seit Juli 2020 möglich, vgl. § 4 Abs. 5 der AU-RL. Voraussetzung hierfür ist, dass die Erkrankung dies zulässt, also zur Abklärung der Arbeitsunfähigkeit keine unmittelbare körperliche Untersuchung notwendig ist. Wird die Arbeitsunfähigkeit in einer Videosprechstunde festgestellt, gilt: für Versicherte, die in der Arztpraxis bisher unbekannt sind, kann eine Krankschreibung für bis zu 3 Kalendertage erfolgen; für Versicherte, die in der Arztpraxis bekannt sind, für bis zu 7 Kalendertage. Eine Folgekrankschreibung per Videosprechstunde ist nur dann zulässig, wenn die vorherige Krankschreibung nach einer unmittelbaren persönlichen Untersuchung ausgestellt wurde.

Für den Fall, dass die Corona-Pandemie in den kommenden Monaten wieder an Fahrt gewinnen sollte, weißt der G-BA in seiner Pressemitteilung vom 30.05.2022 darauf hin, dass er seine Sonderregelungen in Bezug auf seine regulären Richtlinienbestimmungen für bestimmte Regionen oder bei Bedarf auch bundesweit wieder aktivieren kann.

Die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie finden Sie hier:

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