Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Stimmung im bayerischen Groß- und Außenhandel überraschend positiv

24.08.2018

(München, 13.08.2018) Der bayerische Groß- und Außenhandel ist optimistisch, was die aktuelle Konjunktur in der eigenen Wirtschafstufe angeht. Das zeigt unsere aktuelle Umfrage im Sommer 2018.

Was die aktuelle Lage bei Umsatz, Gewinn und Aufträgen angeht, schätzen die befragten Unternehmer ihre Lage ein bisschen besser ein, als das noch im Winter der Fall war. Lediglich die Preisentwicklung schneidet ein wenig schlechter ab. Vergleicht man die aktuellen Umfragewerte mit denen aus dem Sommer 2017, so sind sie sogar alle deutlich besser.

Anders sieht es jedoch bei den Erwartungen an die nächsten sechs Monate aus. Hier blicken die bayerischen Groß- und Außenhändler etwas vorsichtiger in die Zukunft als noch vor gut sechs Monaten. Die Ergebnisse korrespondieren auch mit denen anderen Konjunkturumfragen (wie z.B. ifo-Index), die im Kern fast alle den Trend wie folgt beschreiben: Insgesamt ist die Lage gut, die Entwicklung der Geschäfte in den kommenden sechs Monaten wird zurückhaltender eingeschätzt.

Das sei auch nicht besonders verwunderlich, so LGAD-Präsident Christoph Leicher: „Wir leben in sehr unsicheren Zeiten. Die Themen Künstliche Intelligenz und Digitalisierung fordern alle Unternehmen heraus und bringen große Anstrengungen und neue Wettbewerbssituationen mit sich. In den USA haben wir es mit einem unberechenbaren Präsidenten zu tun, der mehr und mehr zu protektionistischen Maßnahmen greift. Ich bin erstaunt, dass die Erwartungen unserer Unternehmer nicht viel schlechter ausgefallen sind.“ Besonders erfreulich vor diesem Hintergrund sei da auch das Signal, dass die Unternehmen mehr Personal einstellen wollen, betont Leicher.

Rund 30 Prozent der bayerischen Groß- und Außenhändler wollen ihr Personal ausbauen, im letzten Sommer waren es noch 22 Prozent. Allerdings: Vier von zehn Unternehmen finden nicht die Fachkräfte, die sie brauchen. Besonders schwierig scheint es momentan, Fahrer sowie technisches Personal zu rekrutieren. Ebenfalls schwer zu kämpfen haben die Unternehmen mit der Bürokratisierung (72%) sowie mit dem Margendruck (58%). Auch die Umsetzung der neuen Datenschutzverordnung sorgt für viel Unmut.

Der LGAD führt zweimal im Jahr – einmal im Sommer und einmal im Winter – eine Umfrage zum Geschäftsklima unter den Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels durch und liefert damit einen wichtigen Indikator für die Entwicklung der bayerischen Wirtschaft. Die Wirtschaftsstufe ist ein bedeutender Faktor der bayerischen Wirtschaft. Sie liegt gemessen am Umsatz auf Platz eins, gemessen an der Beschäftigung auf Platz fünf unter allen Wirtschaftszweigen Bayerns. Insgesamt sind 267.000 Mitarbeiter in den bayerischen Großhandelsunternehmen beschäftigt. Sie versorgen die Industrie, das Handwerk und den Einzelhandel mit Waren und Dienstleistungen. Es ist letzten Endes somit auch dem Großhandel zu verdanken, dass der Verbraucher gut sortierte und gefüllte Regale vorfindet.


Kontakt:
Ansprechpartnerin für weitere Informationen und Anfragen:
Agnes Krafft, LGAD-Pressesprecherin, mbw | Medienberatung der Wirtschaft GmbH, 089 55178-292, agnes.krafft@mbw-team.de, www.mbw-team.de, www.facebook.com/mbw.muenchen

Ein Interview zu dieser Umfrage mit LGAD-Pressesprecher Helmut Ruhland finden Sie unter: www.lgad.de, Rubrik „Presse & Medien“, dort unter Videos / Interviews
Direktlink: https://www.lgad.de/web/medien/videos/interviews/Interview-Konkunktur-Sommer-2018.php

Die komplette Pressemitteilung inklusive Grafiken finden Sie nachfolgend: