Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Angespannter Jahresauftakt – Corona-Epidemie stellt Unternehmen vor neue Unwägbarkeiten

10.03.2020

(München, 10.03.2020) Bundesweit gingen die Ausfuhren deutscher Unternehmen im Januar laut Statistischem Bundesamt um 2,1 Prozent zurück, die Importe sanken ebenfalls, und zwar um 1,8 Prozent. Die Exporte in die durch das neuartige Coronavirus besonders betroffene Volksrepublik China nahmen gegenüber Januar 2019 um 6,5 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro ab, während die Importe aus China im Januar 2020 nur leicht um 0,5 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro sanken.

Das beeinträchtigt insbesondere auch die Geschäftslage des Groß- und Außenhandels in Bayern, durch dessen Hände viele Güterströme der industriellen Wertschöpfung sowie der Ein- und Ausfuhren laufen. Dies belegen die Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik. Demnach musste das verarbeitende Gewerbe Bayerns im Januar 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat einen Umsatzrückgang von 3,0 Prozent auf rund 27,6 Milliarden Euro hinnehmen. Auch die Auslandsumsätze sind rückläufig: Im verarbeitenden Gewerbe sanken sie im Januar um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Umsätze mit den Ländern der Eurozone fielen aktuell um 2,8 Prozent.

„Die Weltwirtschaft steht ohnehin vor einer Vielzahl von Herausforderungen“, erklärte LGAD-Präsident Christoph Leicher. „Mit der Coronavirus-Epidemie ist eine weitere große Belastung hinzugekommen. Viele Unternehmen werden ohne Hilfe in ernste Schwierigkeiten geraten. Darum begrüßen wir es, dass die Bayerische Staatsregierung ihre Mittel für Unternehmensbürgschaften ausweitet. Auch die kurzfristigen Beschlüsse des Koalitionsausschusses, insbesondere zur Vereinfachung der Regeln für Kurzarbeit, helfen den Unternehmen und sichern Arbeitsplätze in Bayern. Die aktuelle Situation ist unübersichtlich. Niemand kann wissen, welche wirtschaftlichen Konsequenzen die Epidemie noch nach sich ziehen wird.“

Die Wirtschaftsstufe Groß- und Außenhandel ist ein bedeutender Faktor der bayerischen Wirtschaft. Sie liegt gemessen am Umsatz auf Platz eins, gemessen an der Beschäftigung auf Platz fünf unter allen Wirtschaftszweigen Bayerns. Insgesamt sind 267.000 Mitarbeiter in den bayerischen Großhandelsunternehmen beschäftigt. Sie versorgen die Industrie, das Handwerk und den Einzelhandel mit Waren und Dienstleistungen. Es ist letzten Endes somit auch dem Großhandel zu verdanken, dass der Verbraucher gut sortierte und gefüllte Regale in den Geschäften vorfindet.


Ansprechpartnerin für weitere Informationen und Anfragen:
Kathrin Bauer, LGAD-Pressesprecherin, mbw | Medienberatung der Wirtschaft GmbH, 089 55178-379,
kathrin.bauer@mbw-team.de, www.mbw-team.de, www.facebook.com/mbw.muenchen

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