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Zehn Prozent weniger Umsatz für Bayerns Großhändler. Schwäche im bayerischen Großhandel hält an – erste Auswirkung auf Beschäftigung

04.08.2020

(München, 04. August 2020). Die schwierige Lage der bayerischen Großhändler infolge der Corona-Pandemie hat sich im Mai fortgesetzt. Im Vergleich zu Mai 2019 erzielten die Unternehmen 9,8 Prozent weniger Umsatz.

Preisbereinigt sank der Umsatz um 5,9 Prozent. Gegenüber dem Lockdown-Monat April erholten sich die Umsätze bisher nur marginal um 1,0 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,7 Prozent zurück. Die Vollzeitbeschäftigten waren mit einem Rückgang von 0,4 Prozent weniger von der Entwicklung betroffen als die Teilzeitbeschäftigten ( 2,0 Prozent).

Die Zahlen machten deutlich, dass sich die Wirtschaftsstufe Großhandel insgesamt in schwierigem Fahrwasser bewege, sagte LGAD Präsident Christoph Leicher: „Es ist ein Hoffnungsschimmer, dass der Einbruch im Mai gestoppt hat und dass sich die Umsätze im großen Ganzen stabilisieren konnten. Allerdings entwickelt sich das Geschäft je nach Branche sehr unterschiedlich.“ In einer existenzbedrohenden Lage sei nach wie vor der Großhandel mit Halbwaren, Rohstoffen und Maschinen, zu dem auch der Automobilbereich gehört. Hier brachen die Umsätze im Mai um 14,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Der Großhandel mit Konsumgütern schrumpfte um 5,7 Prozent im Vergleich zu Mai 2019 – konnte aber zum Vormonat April wieder um 4,3 Prozent zulegen.

LGAD-Präsident Christoph Leicher betonte: „Trotz aller Schwierigkeiten: die neuen Daten des Landesamtes für Statistik machen Mut, dass wir die Krise überwinden werden. Im Moment liegt das leider weniger in der Hand der Unternehmerinnen und Unternehmer, sondern vielmehr am weiteren Verlauf der Corona-Pandemie. Deshalb fordern wir jeden Einzelnen unserer Gesellschaft auf, sich verantwortungsvoll zu verhalten und die allgemein gültigen Corona-Regeln einzuhalten. Für die Arbeitsplätze im bayerischen Groß- und Außenhandel wäre ein zweiter Lockdown eine Katastrophe.“

Rund 267.000 Menschen arbeiten in den insgesamt 22.000 Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels. Gemessen an der Beschäftigung liegt die Wirtschaftsstufe damit auf Platz fünf unter den Wirtschaftszweigen Bayerns, gemessen am Umsatz mit 178 Milliarden Euro jährlich sogar auf Platz eins. Die Groß- und Außenhändler versorgen Industrie, Handwerk und Einzelhandel mit Waren und Dienstleistungen.

Ansprechpartner für weitere Informationen und Anfragen:
Kathrin Bauer, LGAD-Pressesprecherin, mbw | Medienberatung der Wirtschaft GmbH, 089 55178-379,
kathrin.bauer@mbw-team.de, www.mbw-team.de, www.facebook.com/mbw.muenchen

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