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Bayerns Außenhandel von Januar bis September 2020: Gegenwind für Groß- und Außenhändler

18.11.2020

Mit großer Sorge schaut der Landesverband Bayern Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. auf die Außenhandelsdaten, die das Bayerische Landesamt für Statistik heute veröffentlicht hat.

„An den Im- und Exporten zeigen sich heftige Bremsspuren in der bayerischen Außenwirtschaft", kommentiert LGAD-Präsident Christoph Leicher die neuen Zahlen, „leider gibt es keinerlei Anzeichen für ein schnelles Ende der Krise.“

In den ersten neun Monaten des Jahres haben die bayerischen Unternehmen Waren im Wert von 121,3 Milliarden Euro ins Ausland ausgeführt. Das sind 14,8 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig hat die bayerische Wirtschaft Waren im Wert von 128,2 Milliarden Euro importiert.

Der wichtigste Exportmarkt für Bayern sind nach wie vor die USA. Die Volksrepublik China holt schnell auf und belegt Platz zwei, dann folgen Österreich, Frankreich, Italien und das Vereinige Königreich. Die sechs wichtigsten Abnehmer bayerischer Güter sind China, Österreich, Tschechien, die USA, Polen und Italien.

„Die bayerische Wirtschaft macht traditionell einen Großteil ihrer Umsätze im Ausland. Wenn also die Exporte Schrumpfen, läuft es nicht mehr rund. Das gilt besonders für die Automobilindustrie, deren Güter das höchste Exportvolumen erreichen. Zugleich ist hier der stärkste Rückgang zu verzeichnen. Im Bereich ‚Personenkraftwagen und Wohnmobile‘ liegt er bei fast 32 Prozent“, so LGAD-Präsident Leicher.

„Die neuen Daten machen einmal mehr deutlich, wie schwer uns die industrielle Transformation und auch die Coronakrise treffen. Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam alle Chancen nutzen, um die außenwirtschaftliche Stärke Bayerns und Deutschlands wiederzubeleben. Wichtige Schritte sind in diesem Zusammenhang ein Handelsabkommen mit dem Vereinten Königreich – und eine Neuausrichtung der wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA, sobald Joe Biden das US-Präsidentenamt angetreten hat“, fordert Leicher.


Der bayerische Groß- und Außenhandel erwirtschaftet jährlich über 180 Mrd. Euro Umsatz, beschäftigt knapp 270.000 Mitarbeiter in rund 29.000 Unternehmen und gehört damit zu den umsatzstärksten Branchen und wichtigsten Arbeitgebern, nicht nur in den Städten, sondern auch in den ländlichen Regionen Bayerns.


Ansprechpartnerin für weitere Informationen und Anfragen:
Kathrin Bauer, LGAD-Pressesprecherin, mbw | Medienberatung der Wirtschaft GmbH, 089 55178-379,
kathrin.bauer@mbw-team.de, www.mbw-team.de, www.facebook.com/mbw.muenchen

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