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Tarifgespräche im bayerischen Groß- und Außenhandel: Arbeitgeber legen Angebot vor – keine Einigung in zweiter Runde

09.06.2021

Die Verhandlungen um die Entgelte für die 272.000 Beschäftigten der Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels wurden heute fortgesetzt. In der zweiten Gesprächsrunde legte die Arbeitgeberseite ein der wirtschaftlichen Lage angemessenes Angebot vor. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hielt dagegen an ihrer ursprünglichen Forderung fest.

Folgendes Angebot wurde unterbreitet:

Die Arbeitgeberseite hat Entgeltsteigerungen in Höhe von insgesamt 2,5 Prozent in zwei Stufen ab März 2022 und November 2022 bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten vorgeschlagen.

Um zu einem für die Unternehmen situationsgerechten Abschluss zu kommen, ist es der Arbeitgeberseite wichtig, die Zeitpunkte der jeweiligen Entgelterhöhung flexibel gestalten zu können. So sollen jene Unternehmen, die auf Kurzarbeit und andere staatliche Unterstützungsmaßnahmen angewiesen sind, die Möglichkeit bekommen, die zusätzliche Belastung durch steigende Personalkosten um bis zu sechs Monate nach hinten zu verlagern. Andererseits sollen Unternehmen, die die zurückliegenden Krisenmonate gut überstanden haben, die Entgelterhöhung vorziehen.

ver.di hat einen differenzierten Abschluss strikt zurückgewiesen, da sie die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie als überwunden ansieht und die derzeitige Krisensituation von Unternehmen als Folge von Managementfehlern betrachtet.

LGAD-Hauptgeschäftsführer Frank Hurtmanns äußert dazu: „Gerade heute hat die Bundesregierung die Verlängerung der Überbrückungshilfen und Sonderregelungen zur Kurzarbeit beschlossen. In einer Situation, in der solche Maßnahmen notwendig werden, sind die vorliegenden Forderungen der Gewerkschaft in Höhe von 6,15 Prozent aus der Zeit gefallen. Stattdessen sollte die Gewerkschaft die Realität unserer Unternehmen anerkennen. Eine heterogene Lage erfordert eine kluge Differenzierung. ver.di sollte ihre Blockadehaltung aufgeben und auf unser Angebot eingehen.“

Ein neuer Termin wurde für den 24. Juni 2021 vereinbart.

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