Landesverband Groß-­ und Außenhandel,
Vertrieb und Dienstleistungen Bayern e.V.

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Aktuelle Umfrage zum Geschäftsklima: Gute Umsätze und neue Jobs: Stimmung im bayerischen Groß- und Außenhandel überraschend positiv

16.02.2016

(München, 16.02.2016) Optimismus im bayerischen Groß- und Außenhandel: Während die deutsche Wirtschaft derzeit eher skeptisch in die Zukunft blickt, herrscht unter den bayerischen Groß- und Außenhändlern eine geradezu positive Stimmung was Umsatz, Gewinn, Preisentwicklung und Auftragslage angeht.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage des Landesverbandes Groß- und Außenhandel, Vertrieb und Dienstleistungen Bayern (LGAD). Die befragten Unternehmer bewerteten das aktuelle Geschäftsklima mit der Schulnote 2,96 – also zufriedenstellend. In der letzten Umfrage, die der Verband im vergangenen Sommer durchgeführt hat, lag dieser Wert noch bei 3,08. Dieser Trend schlägt sich auch in einem guten LGAD-Index nieder: Er ist von 97,2 Punkten im Sommer 2015 auf aktuell 101,1 geklettert und bewegt sich damit im Großen und Ganzen auf dem Niveau der letzten beiden Winter (s. Abbildung 1).

Im Gegensatz zu anderen Branchen oder bundesweiten Konjunkturindikatoren, wie zum Beispiel dem ifo-Index, fallen die Werte für den bayerischen Groß- und Außenhandel erfreulich aus. „Glücklicherweise stellen die bayerischen Großhändler die eigene positive Einschätzung über die deutlich eingetrübte bundesdeutsche Sicht“, kommentiert LGAD-Präsident Christoph Leicher diese positive Stimmung. „Wir wünschen uns, dass sich die bayerische Sicht bewahrheitet.“ Die Chancen stehen gut, denn es gebe schließlich mehrere Faktoren, so Leicher weiter, die das Geschäftsklima in eine gute Richtung lenken. So wirke sich vor allem der niedrige Ölpreis derzeit sehr positiv aus Und gerade in einer Wirtschaftsstufe, die Waren von A nach B transportiert, sorge das für gute Energie. Zudem begünstigten niedrige Zinsen – und die damit verbundenen preiswerten Kredite – auch im Groß- und Außenhandel Investitionen, der niedrige Euro beflügle den Export. Und schließlich dürfen die Effekte, die vom Einzelhandel ausgehen, nicht unterschätzt werden, erklärt Leicher, denn: „Wir sorgen dafür, dass die Lager im Einzelhandel gut gefüllt sind. Und wenn die Deutschen in bester Kauflaune sind, dann profitiert auch der Großhandel davon.“

Bundesweit erwarte der Großhandel für 2016 nur leichte Bewegung auf dem Arbeitsmarkt – auch hier sieht in Bayern die Lage anders aus. Bei den Beschäftigungsplänen lassen sich erfreuliche Impulse ausmachen. Jedes dritte der befragten Unternehmen plant, neue Mitarbeiter einzustellen (28,6%). Gleichzeitig ist die Anzahl der Unternehmen, die voraussichtlich Personal abbauen werden, stark gesunken – von über 20% im letzten Jahr auf aktuell 13,2% (s. Abbildung 2). Und während der Großhandel auf Bundesebene mit stagnierenden Umsätzen rechnet, bewerten die Bayern die aktuellen sowie die im nächsten halben Jahr zu erwartenden Umsätze jeweils mit der Schulnote 2,5 – so gute Ergebnisse gab es seit Jahren nicht mehr (s. Abbildung 3).

Leicher und sein Verband wollen in diesem Jahr das Thema Digitalisierung im Groß- und Außenhandel weiter vorantreiben. So hat der LGAD zum ersten Mal in der aktuellen Umfrage abgefragt, wie die Digitalisierung im bayerischen Groß- und Außenhandel umgesetzt wird. Mit den ersten Ergebnissen dazu ist bis Ende März zu rechnen.

Der LGAD führt zweimal im Jahr – einmal im Sommer und einmal im Winter – eine Umfrage zum Geschäftsklima unter den Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels durch und liefert damit einen wichtigen Indikator für die Entwicklung der bayerischen Wirtschaft. Denn: Wie die aktuelle
Studie „Der Großhandel in Bayern“ zeigt, ist die Wirtschaftsstufe ein bedeutender Faktor der bayerischen Wirtschaft. Sie liegt gemessen am Umsatz auf Platz eins, gemessen an der Beschäftigung auf Platz fünf unter allen Wirtschaftszweigen Bayerns. Insgesamt sind 220.000 Mitarbeiter in den bayerischen Großhandelsunternehmen beschäftigt. Sie versorgen die Industrie, das Handwerk und den Einzelhandel mit Waren und Dienstleistungen. Es ist letzten Endes somit auch dem Großhandel zu verdanken, dass der Verbraucher gut sortierte und gefüllte Regale vorfindet.


Ansprechpartnerin für weitere Informationen und Anfragen:
Agnes Skutella, LGAD-Pressesprecherin,
mbw | Medienberatung der Wirtschaft GmbH
Tel. 089 55178-292, E-Mail: agnes.skutella@mbw-team.de
www.mbw-team.de, www.facebook.com/mbw.muenchen

Ein Interview zu dieser Umfrage mit LGAD-Sprecher, Helmut Ruhland, finden Sie
auf dieser Seite in der Rubrik „Presse & Medien“ Videos / Interviews

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